Kann man Kohlrabi einfrieren? Das ist die Antwort!

Kohlrabi durch Einfrieren haltbar zu machen, erscheint vor allem dann sinnvoll zu sein, wenn du gerade viel geerntet hast oder eine größere Menge günstig kaufen konntest.

Aber funktioniert das? Oder erwartet dich danach eine böse Überraschung in Hinblick auf Konsistenz und Geschmack?

Die Antworten auf diese und mehr Fragen findest du in unserem ausführlichen Ratgeber. Dazu gibt es noch ein paar praktische Tipps.

In diesem Beitrage erfährst du, ob und wie du Kohlrabi einfrieren und auf anderen Wegen haltbar machen kannst. Wir geben dir zudem Ratschläge rund um die richtige Aufbewahrung des gesunden Gemüses.

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Kann man Kohlrabi einfrieren?

Kann man Kohlrabi einfrieren

Ja, das ist in verschiedenen Zuständen möglich. Jede Variante bringt dabei auch unterschiedliche Vorzüge und Nachteile mit sich.

Dabei handelt es sich beispielsweise um:

  • Länge der Haltbarkeit
  • Veränderungen bei Geschmack und Konsistenz
  • Aufwand
  • Möglichkeiten des Einsatzes nach dem Auftauen

Bevor du Kohlrabi einfrierst, solltest du also über die Faktoren bestens informiert sein.

Unser Ratgeber hilft dir weiter!

Wie lange hält sich Kohlrabi im Kühlschrank?

Bevor du das Einfrieren überhaupt in Betracht ziehst, ist das Aufbewahren im Kühlschrank natürlich entscheidend.

Etwa sieben Tage hält er sich hier problemlos, solange er ungeschält ist, durchgängig gekühlt wird und du ihn vor dem Austrocknen bewahrst.

Moderne Kühlschränke mit einem speziellen frischhaltenden Bereich für Obst und Gemüse machen dir das besonders einfach.

Alternativ kannst du Kohlrabi auch in saubere und nur leicht feuchte Tücher wickeln.

Hast du den Kohlrabi bereits geschält oder angeschnitten, solltest du ihn deutlich schneller verbrauchen.

Luftdicht verpackt kannst du zwar das übermäßige Austrocknen der Schnittstellen begrenzt halten, es kann sich aber dennoch Schimmel bilden.

Länger als zwei bis drei Tage solltest du dabei nicht mit dem restlosen Verbrauchen warten.

Kohlrabi roh einfrieren – geht das?

Ja, das ist durchaus möglich. Zudem ist der damit verbundene Aufwand besonders gering.

Schälen und Schneiden reichen aus, bevor es an das richtig verpackte Einfrieren geht.

Zwei bedeutende Nachteile des rohen Einfrierens von Kohlrabi sind allerdings:

  1. Nach dem Auftauen sieht er unappetitlich aus. Er kann sich bräunlich verfärben und wird außen oftmals matschig. Als Rohkost – beispielsweise in Salaten – eignet er sich damit leider nicht mehr. Selbst als gekochtes Gemüse kann er durch die Verfärbung unappetitlich wirken.
  2. Die Haltbarkeit fällt verringert aus. Abhängig von der Verpackung sind immer noch drei bis sogar sechs Monate möglich. Damit liegt die rohe Variante jedoch immer noch deutlich hinter blanchiertem Kohlrabi. Die Begründung dafür findet sich im fehlenden Abtöten vorhandener Keime.

Wenn es schnell gehen muss, dich harmlose Verfärbungen nicht stören und du den Kohlrabi ohne nicht allzu lange im Gefrierschrank belassen wirst, ist diese Methode keine schlechte Wahl.

In allen anderen Fällen ist die folgende Methode besser geeignet.

Kohlrabi einfrieren – kochen oder blanchieren?

Wie du Kohlrabi einfrieren kannst, ohne ihn zu Blanchieren, weißt du nun. Du kennst allerdings auch die damit verbundenen Nachteile.

Nun stellt sich also die Frage: Kohlrabi vor dem Einfrieren kurz blanchieren oder am besten vollständig durchgaren?

Auch hier wirst du wieder mit Vorzügen und Nachteilen konfrontiert.

Kohlrabi blanchieren und einfrieren

Erst einmal verraten wir dir alles Wichtige zur Technik:

  1. Schäle und schneide den Kohlrabi in Stifte oder Würfel.
  2. Bringe einen Topf mit Wasser zum Kochen und stelle einen Topf oder eine Schüssel mit Eiswasser parat.
  3. Koche den Kohlrabi für zwei bis drei Minuten.
  4. Schrecke ihn sofort im Anschluss an das Kochen in dem Eiswasser ab und gib ihn danach in ein Sieb.
  5. Nach dem vollständigen Abtropfen und Abkühlen kannst du das Gemüse einfrieren.

Warum ist es nun aber von Vorteil, Kohlrabi zu blanchieren?

Dafür gibt es gleich mehrere überzeugende Gründe.

+ Keime werden abgetötet und damit die Haltbarkeit verlängert

+ die Farbe bleibt nach dem Auftauen erhalten

+ die Konsistenz bleibt gleichmäßiger und fester

+ die Einsatzmöglichkeiten sind vielseitig

Mit bis zu zwölf Monaten hat blanchierter Kohlrabi die längste Haltbarkeit und ist auch in Hinblick auf den Nitrat- beziehungsweise Nitritgehalt in der Regel für erwachsene Menschen keine bedenklichen Werte.

Apropos Nitrit: Ebenso wie bei Spinat kann Kohlrabi in Hinblick auf diesen Stoff gefährlich werden. Das gilt allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen.

Auf diese gehen wir in den folgenden Abschnitten nochmals ein.

Gekochten Kohlrabi einfrieren – Vorzüge und Nachteile

Die Vorzüge des Einfrierens von gekochtem Kohlrabi liegen auf der Hand:

Du hast ihn bereits fertig zubereitet und dabei eventuell etwas zu viel eingeplant. Die Reste lassen sich ganz einfach für später einfrieren und dann fertig wieder auftauen beziehungsweise erwärmen.

Das spart zusätzlichen Aufwand und beugt Essenverschwendung vor.

Zudem ist es einfacher, als das Gemüse extra für das Einfrieren zu blanchieren.

Vollkommen ohne Nachteile ist diese Methode jedoch nicht.

Denn einmal vollkommen fertig durchgegart und zubereitet, hält sich der Kohlrabi lediglich zwei bis maximal drei Monate. Die Haltbarkeit ist also deutlich verkürzt.

Hinzu kommt, dass du das Essen nach dem Einfrieren nur noch einmal aufwärmen solltest. Hier kommt wieder der Nitratgehalt ins Spiel.

Kohlrabi richtig auftauen

Gefrorenen Kohlrabi zubereiten ist einfach.

Du kannst ihn wahlweise über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen und dann wie gewünscht garen oder direkt erhitzen.

Die Garzeit verkürzt sich etwas, wenn das Gemüse bereits aufgetaut ist. Zudem kannst du vor dem Braten oder sonstigen Verarbeiten ausgetretene Flüssigkeit abgießen.

Wenn du den Kohlrabi ohnehin kochst oder in Sauce garst, spielt dieser Unterschied hingegen keine Rolle.

Kohlrabi einfrieren: Nitrat beachten

Kohlrabi gehört ebenso wie Spinat, Radieschen, Rote Bete und Rucola zu den Gemüsesorten, die viel Nitrat speichern.

Nitrat selbst stellt nur eine geringe Gefahr für die Gesundheit dar. Belastender wird es, wenn daraus Nitrit entsteht.

Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn betreffendes Gemüse aufgetaut, erhitzt oder gegart und nach dem Abkühlen nochmals erwärmt wird.

Hattest du Kohlrabi eingefroren, solltest du ihn danach direkt in einer Mahlzeit verzehren.

Bei vor dem Einfrieren bereits vollständig gegartem Kohlrabi ist die Belastung auch ohne nochmaliges Erwärmen hoch.

Daher ist es beispielsweise nicht ratsam, Babybrei mit dem Gemüse einzufrieren. Kinder unter fünf Monaten sollten ohnehin noch nicht mit nitratreichen Speisen als Beikost gefüttert werden.

Kohlrabi richtig einfrieren und auftauen

Mit dem richtigen Vorgehen und einigen Vorsichtsmaßnahmen ist es nicht nur möglich, sondern ebenso einfach, Kohlrabi einzufrieren.

Achte zusätzlich zu allen genannten Punkten auf eine luftdichte Verpackung, um Gefrierbrand und den Verlust von Aromen zu vermeiden.

Zudem solltest du das Gemüse im Vorfeld blanchieren, denn dies bietet die beste Option für eine lange Haltbarkeit und vielseitigen Einsatz nach dem Auftauen.

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