Was ist Unagi-Sauce? – Geschmack, Herkunft und Inhaltsstoffe

Warst du bisher ein Verfechter von Soja-Sauce und hast durch Zufall Unagi entdeckt? Dann geht es dir wie vielen anderen.

Die dicke und fast klebrige Sauce bringt Abwechslung zu Sushi, Sashimi und asiatischen Gerichten und passt sogar wunderbar zu Ei.

Doch wie genau schmeckt sie, wo kommt sie her und wie kannst du sie selbst zubereiten? Diese und viele weitere Fragen rund um die flüssige Köstlichkeit beantworten wir für dich hier.

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Was ist Unagi-Sauce?

Was ist Unagi-Sauce? – Geschmack, Herkunft und Inhaltsstoffe

Unagi bedeutet Aal oder genauer gesagt Frischwasser-Aal. Bei Unagi-Sauce handelt es sich also um Aal-Sauce.

Wenn das für dich nicht appetitlich klingt, keine Sorge: Denn in der Sauce ist kein Aal enthalten. Sie ergänzt ihn geschmacklich nur gut.

Eine weitere und stark vereinfachte Beschreibung für die Sauce ist eine Mischung aus Soja-Sauce und Zucker. Allerdings trifft diese Definition nicht ganz zu und wird dem leckeren Zusatz nicht gerecht.

Wie schmeckt Unagi-Sauce?

Die Komposition ist eine Mischung aus süß, salzig und herzhaft oder auch Umami. Sie regt den Appetit an, macht Lust auf mehr und zeigt sich in ihren Kombinationen ausgesprochen vielseitig.

Ob zu Fisch, Fleisch, Gemüse, Ei, Nudeln oder in der Suppe:

Unagi-Sauce passt geschmacklich wunderbar und kann deine Rezepte deutlich bereichern.

Eine weitere Beschreibung des Geschmacks, die auch die Konsistenz mit einbezieht, ist: japanische Barbecue-Sauce.

In der Tat wird sie häufig zu gegrillten Gerichten gereicht, ist dick, süß, leicht klebrig und vollmundig. Der Vergleich ist daher durchaus treffend.

Herkunft der Unagi-Sauce

Wie du vielleicht schon erahnen konntest, stammt Unagi-Sauce aus Japan.

Hier gilt sie nach wie vor als traditioneller Zusatz zu Aal-Gerichten und Gegrilltem. Aber ebenso zu Tofu, Seetang, Gemüse, Suppen und Reis, Nudeln, Eiern, Sushi und Sashimi.

Unser Tipp: Tamago – also japanisches Omelett – mit Unagi und Reis ist ein schnelles Gericht, mit dem du trotz geringen Aufwands für Begeisterung sorgen kannst.

Unagi-Sauce selbst machen

So delikat und vollmundig die Sauce ist, so überraschend simpel ist die Zubereitung. Du benötigst lediglich vier Zutaten, einen Schneebesen oder Löffel und etwas Zeit.

Zutaten:

  • 125 ml Mirin (oder einen Weißwein nach Wahl)
  • 5 EL Zucker
  • 125 ml Soja-Sauce
  • Sake nach Belieben

Zubereitung:

  1. Gib alle Zutaten bis auf die Soja-Sauce in einen kleinen Topf und erhitze das Gemisch langsam unter stetigem Rühren.
  2. Wenn sich der Zucker vollständig aufgelöst hat, kannst du nach und nach die Soja-Sauce zugeben.
  3. Nach zehn Minuten leichtem Köcheln kannst du den Herd ausschalten und deine Unagi-Sauce abkühlen lassen.

Während des Abkühlens wird sie weiterhin leicht eindicken.  

Ist Unagi-Sauce vegan?

Hast du die Sauce selbst gemacht und darauf geachtet, ausschließlich vegane Zutaten zu verwenden?

Dann bist du vollkommen auf der sicheren Seite. Ähnlich verhält es sich mit den meisten im Handel erhältlichen Varianten.

In Restaurants musst du allerdings aufpassen.

Hier kann die Unagi-Sauce durchaus mit Fischeiern, Fisch-Sauce oder Fischbrühe angereichert sein.

Frag also im Zweifelsfall besser nach, wenn du vollkommen auf tierische Produkte verzichten möchtest und dir unsicher bist.

Darf ich Unagi-Sauce in der Schwangerschaft essen?

Dass roher Fisch in der Schwangerschaft vom Speiseplan gestrichen werden muss, ist wohl jedem klar.

Wie verhält es sich aber mit der Unagi-Sauce? Immerhin wird hierfür Mirin und Sake verwendet.

Es ist also zu befürchten, dass die Sauce Alkohol enthält.

Das kann nach dem Kochen auch immer noch der Fall sein. Allerdings befinden sich lediglich geringe Mengen darin.

Möchtest du dennoch nichts riskieren, bleiben dir vier Möglichkeiten:

  1. Bereite die Sauce selbst zu: Zum einen kannst du hier an alkoholischen Zutaten sparen, zum anderen kannst du die Garzeit verlängern. Dadurch verkocht der Alkohol stärker.
  2. Lass den Alkohol komplett weg: Mit Zucker gekochte Soja-Sauce ist zwar nicht ganz so vollmundig, kommt aber nahe an das Original. Zudem kannst du alkoholfreien Weißwein verwenden.
  3. Iss nur geringe Mengen: Der Alkoholgehalt in selbstgekochter Unagi-Sauce ist so gering, dass er auch während der Schwangerschaft unbedenklich ist. Das gilt vor allem dann, wenn du nur kleine Mengen isst.
  4. Wähle einen Ersatz: Zu der Unagi-Sauce finden sich verschiedene Alternativen, die ohne Alkohol oder sonstige bedenkliche Bestandteile auskommen.

Unser Tipp: Im Restaurant solltest du besser nachfragen, ob Alkohol oder roher Fisch beziehungsweise Kaviar in der Sauce enthalten ist. Anderenfalls verzichte lieber darauf. Wähle beim Kochen zudem lieber Natrium-arme Soja-Sauce.

Welche Nährwerte haben 100 Gramm Unagi-Sauce?

Wenn du die Sauce selbst hergestellt hast, musst du die Kalorien und Nährwerte zusammenrechnen. Das klingt umständlich, ist jedoch sehr einfach.

Bei fertiger Unagi-Sauce aus dem Handel fällt die Feststellung noch einfacher.

Bei allen anderen Varianten gilt als Orientierung, dass du mit etwa 200 Kilokalorien rechnen musst. Auf 100 Milliliter entfallen zudem etwa 40 bis 50 Gramm auf Kohlenhydrate und damit auf einen großen Teil Zucker.

Nur ein geringer Anteil von circa vier Gramm wird von Eiweiß ausgemacht.

Einen gesunden Beitrag zur Ernährung leistet die Unagi-Sauce also nicht. Dafür wird sie in normalen Mengen verzehrt auch nicht allzu schwer zu Buche schlagen.

Alternativen: Welchen Ersatz gibt es für Unagi-Sauce?

An den exakten Genuss von Unagi-Sauce kommen die Alternativen zwar nicht heran, dennoch stehen dir einige Formen von Ersatz zur Verfügung.

#1: Soja-Sauce

Sie ist dünner, würziger, weniger süß und deutlich salziger. Daher reichen einige Tropfen davon aus. Für die Süße kannst du sie mit etwas Sweet-Chili mischen.

Sweet-Chili: Die Mischung aus scharf und süß finden viele köstlich. Zudem bietet sich diese Sauce für Kombinationen an.

#2: Teriyaki

Die Basis der Saucen ist nahezu identisch. Wenn du einen möglichst genauen Ersatz möchtest, bist du hiermit also bestens beraten.

Zudem finden sich mittlerweile Variationen, wie Teriyaki mit geröstetem Knoblauch. Diese solltest du unbedingt probieren.

#3: Barbecue-Sauce

Rauchiger und meist mit Tomaten versehen, ähnelt die amerikanische BBQ-Sauce dennoch Unagi.

Vor allem bei Fleisch stellt sie eine gute Alternative dar.

#4: Worcestershire-Sauce

Pur ist sie für viele zu intensiv. Dafür ist sie eine wunderbare Zugabe für deine eigenen Kreationen oder sollte nur in geringen Mengen verzehrt werden.

Tip: Wage Experimente!

Wenn gerade keine Unagi-Sauce zur Hand ist und ein einzelner Ersatz deinen Geschmack nicht so richtig trifft, kombiniere Saucen miteinander.

Teriyaki mit geröstetem Knoblauch, Sweet-Chili und Soja passen wunderbar zueinander. Diese Mixtur kannst du sogar mit einem Schuss Sahne cremiger gestalten oder die Schärfe mildern, wenn sie dir zu viel ist.

Versuch zusätzliche andere Zutaten wie Tomatenmark oder Ketchup, Erdnussbutter oder Brühe.

Aus diesen merkwürdigen Experimenten entstehen gelegentlich Rezepturen, die sich in allen Supermarktregalen wiederfinden.

Unagi: Eine Sauce mit vielen Möglichkeiten

Falls du Unagi noch nie probiert hast, solltest du dieses Versäumnis dringend nachholen.

Auch wenn bereits der Begriff „Aal-Sauce“ viele Menschen abschreckt, erinnern weder Aroma noch Geschmack daran.

Am treffendsten ist und bleibt die Beschreibung japanische Barbecue-Sauce, die zu Gegrilltem ebenso passt wie zu rohem Fisch und Gemüse.

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