Die wesentlichen Anforderungen an gute Sportbekleidung

Regelmäßige Bewegung ist neben einer ausgewogenen Ernährung ein entscheidender Faktor, um dauerhaft gesund und vital zu bleiben. Damit sich Sport nicht negativ auf Körper und Gesundheit auswirkt, ist der Qualität des entsprechenden Equipments erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken.

Was dabei von vielen Freizeitsportlern vernachlässigt wird, ist die Bedeutung der Bekleidung. Diese muss den individuellen Ansprüchen gerecht werden und wesentliche Anforderungen erfüllen, um dich optimal bei deinem sportlichen Vorhaben zu unterstützen.

Den folgenden Zeilen kannst du entnehmen, auf was du bei der Auswahl deines Sportoutfits achten solltest.

Einfluss von Sportbekleidung

Sportkleidung - Joggen
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Die Körpertemperatur hat wesentlichen Einfluss auf das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit des Körpers. Kleidung und Klima wiederum beeinflussen die Körpertemperatur direkt. Da du das Klima nicht beeinflussen kannst, solltest du die Chance nutzen und zumindest die Sportbekleidung mit Bedacht wählen.

Mit hochwertiger Sportbekleidung kannst du die Wechselwirkung von Körper und Klima regulieren und damit deine Leistungsfähigkeit optimieren.

Individuelle Bedarfsermittlung

Bevor du dich nach Sportbekleidung umschaust, solltest du deinen individuellen Bedarf ermitteln. Denn nur wenn deine Kleidung bestmöglich zur bevorstehenden Betätigung passt, profitierst du von einem Maximum an Tragekomfort und Funktionalität.

Während du in der Halle beispielsweise auf weniger stark wärmende Textilien zurückgreifen kannst, sind beim Outdoor-Sport gute Isolationswerte wichtig. Je nach Witterungsbedingungen muss die Kleidung vor Kälte, Hitze, Regen und Wind schützen.

Je nach Jahreszeit benötigst du unterschiedlich konzipierte Kleidungsstücke. Im Sommer ist luftdurchlässige Funktionskleidung ohne Wärmefunktion ausreichend. Jedoch ist ein erhöhter Schutz vor UV-Strahlen ratsam. Im Winter muss eine verstärkte Isolationsfähigkeit bestehen. Wasserdichte und winddichte Kleidung ist bei entsprechender Witterung gleichermaßen komfortabel.

Neben dem Einsatzort spielt die Sportart eine Rolle bei der Bekleidungswahl. Beim Joggen werden andere Eigenschaften erwartet, als beim Snowboarden oder Pilates.

Grundsätzlich gibt es allgemeine Anforderungen, die jede Form von Sportbekleidung gerecht werden muss:

  • Atmungsaktivität
  • Bewegungsfreiraum
  • Passform
  • Funktionalität
  • Tragekomfort
  • geringer Pflegeaufwand
  • im Outdoorbereich: Schutz vor Umwelteinflüssen

Atmungsaktivität

Luftaustausch, Feuchtigkeitsaufnahme und Feuchtigkeitstransport sind drei zentrale Faktoren, die bei der Sportbekleidung wichtig sind, um ein angenehmes Tragegefühl zu gewährleisten und die Körpertemperatur auf einem gesunden Maß zu halten.

Im Gegensatz zum Ruhezustand verhält sich der Organismus beim Sport anders:

Im Rahmen der natürlichen Temperaturregulation produziert er Schweiß, um überschüssige Wärme abzutransportieren. Trägst du minderwertige Sportbekleidung, die den Flüssigkeitstransport nach außen verhindert, wird die wertvolle Temperaturregulation gestört. Es kann zu einem Hitzestau unter der Kleidung kommen, was nicht nur für dein Wohlbefinden sehr unangenehm ist, sondern auch für den Körper. Deine Leistungsfähigkeit fällt als Resultat ab, weil deine Körpertemperatur zu hoch ist. Um das zu verhindern, ist atmungsaktive Sportkleidung unverzichtbar.

Leistungsstarke Kunstfaserstoffe aus Polyamid- und Polyestermischungen mit Elasthan sind besonders empfehlenswert, weil sie Schweiß schnellstmöglich aufnehmen und an die Umgebung abgeben. Die Kleidung bleibt weitestgehend trocken und das Tragegefühl ist angenehm.

Im Vergleich dazu eignen sich reine Naturmaterialien wie Baumwolle nicht für sportliche Aktivitäten. Baumwolle nimmt Feuchtigkeit zwar gut auf, gibt sie jedoch nur sehr langsam ab. Ergebnis: Die Kleidung wird nass und schwer, was die Temperaturregulierung des Körpers stark einschränkt.

Bewegungsfreiraum und Passform

Sportkleidung - Rad fahren

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Wirst du beim Sport in deinen Bewegungen gehemmt, kannst du viele Übungen nicht richtig oder nur unzureichend ausführen. Das kann zu körperlichen Beschwerden, herabgesetzter Leistung und unbefriedigenden Ergebnissen führen.

Sportkleidung muss elastisch sein und sich individuell deiner Tätigkeit anpassen. Achte auf einen entsprechenden Elasthan-Anteil und Flexibilität.

Professionelle Funktionskleidung wird diesen Ansprüchen gerecht. Sie ist so konzipiert, dass sie diversen Strapazen standhält. Neben Hosen und Oberteilen muss Unterwäsche ausreichend Bewegungsfreiraum bieten. Während bei Männern die Shorts möglichst anliegend sein sollten, müssen Frauen beim Kauf von BHs sorgfältig wählen. Herkömmliche BHs sind zum Bewegen völlig ungeeignet. Sie sorgen für ein beengtes Bewegungsfeld und können zur Schädigung des Brustgewebes beitragen. Spezielle Sport-BHS stützen die Brust optimal.

Generell solltest du anliegende Sportbekleidung nutzen. Bei der Passform ist es entscheidend, dass Sportkleidung genau dort bleibt, wo sie hingehört. Ständiges Verrutschen lenkt unnötig ab.

Funktionalität, Tragekomfort und Pflegeaufwand

Sportkleidung - Yoga

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Je nach Sportart geht der Anspruch an Bekleidung über Atmungsaktivität und Passform hinaus. Funktionalität ist gefragt. Sportkleidung soll neben der Temperaturregulation den Sportler bei seiner Tätigkeit aktiv unterstützen. Mit Zusatzausrüstung wie Reißverschlüssen, Taschen, Mützen und Regulationsmöglichkeiten gestaltet Kleidung das Sportvergnügen.

Möchtest du beispielsweise beim Joggen Musik hören, wäre ein funktionales Detail eine integrierte Tasche für den MP3-Player inklusive Kabelführung.

Spaß am Sport hat nur der, der sich wohl fühlt. Der Tragekomfort sollte deshalb hoch sein. Achte auf sorgfältige Verarbeitung, gute Materialien und perfekte Passformen. Beim Material kann hierbei ein Anteil von Merinoschaf-Wolle positiv sein, weil die Oberfläche sehr fein, geruchshemmend und angenehm ist. Auch der Feuchtigkeitstransport ist gut.

Anders als häufig angenommen, muss der Einsatz von Merinowolle nicht auf den Winter beschränkt werden. Die thermalen Eigenschaften des Materials sind hervorragend: Es wärmt im Winter und kühlt im Sommer.

Um den Tragekomfort zu maximieren, kann es sinnvoll sein, mehrere Schichten hinsichtlich der Faserstoffe zu kombinieren.

Die Kombination aus allen Faktoren ergibt am Ende den Tragekomfort, der Sportkleidung von herkömmlichen Textilien unterscheidet.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Pflegeaufwand. Sportbekleidung kommt oft mit Schmutz, Schweiß und Feuchtigkeit in Berührung. Sie muss häufig gewaschen werden und sollte dementsprechend strapazierfähig sein. Das Waschen bei 40°C in der Waschmaschine ist eine Mindestanforderung.