Sport war Mord

Dies ist ein Gastartikel von Kathrin

“Sport ist Mord.”

Zum Glück stimmt das nicht. Eher das Gegenteil ist der Fall: Sport kann Spaß machen, und zwar dann, wenn man es richtig angeht. Das machen jedoch die wenigsten. Gerade jetzt zu Beginn des Sommers wird das wohl einigen wieder klar, wo das Thema Bikini Figur in aller Munde (und vor allem auf allen Zeitschriften) ist.

Denn wer kennt das nicht: Die Temperaturen steigen und wie jedes Jahr kramen wir mit einem unguten Gefühl unseren Bikini aus den Tiefen unseres Kleiderschrankes hervor, um dann anschließend für gefühlte 10 Stunden enttäuscht vor dem Spiegel zu stehen. Nachdem wir dann jedes Fettpölsterchen und jede Speckrolle ausführlich inspiziert haben, halten wir inne, mit einer Laune, tiefer im Keller als Gottschalks Quoten, nur, um dann festzustellen, dass Silvester und unsere Vorsätze (mehr Sport, aufhören mit dem Rauchen und endlich wieder in unser Lieblingskleid von 2010 passen) längst passé sind. Mit dem letzten Feuerwerk sind sie verpufft: schöne, aber kurze Erscheinungen, die uns glücklich machen, jedoch recht schnell in Vergessenheit geraten.

Schluss mit Selbstmitleid!

Jetzt reicht es aber! Mitleid wird auf dem Weg zur Bikini Figur niemanden einen Schritt weiterbringen. Denn bis jetzt gibt es noch keine sportliche Disziplin, bei der man durch eigenes Bemitleiden Kalorien verbrennt. Also Schluss damit. Wer auf gesunde Weise abnehmen möchte, der muss aktiv werden.

Mehr Sport, weniger Essen

Wer abnehmen möchte, muss diszipliniert sein. Diejenigen unter euch, die von gesunder Natur sind, müssen sich lediglich an Folgendes halten: mehr Sport und weniger Essen. Es ist eigentlich ganz einfach: man muss lediglich mehr Kalorien verbrennen, als man zu sich nimmt. Der durchschnittliche Richtwert für die tägliche Kalorienzufuhr für Frauen liegt bei 2000 kcal und für Männer bei 2500 kcal. Man sollte sich nicht abmagern, sondern auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten. Hier ist eine Kombination aus nährstoffreichen und energiearmen Lebensmitteln empfehlenswert. So sollte man beispielsweise in der Mittagspause nicht zu Schokolade, sondern lieber zu einem Apfel greifen, abends keine Pizza, sondern einen leckere Gemüsepfanne essen usw.

Hinzukommend sollte man Sport treiben. Wer abnehmen möchte, an dem geht dieser Kelch nicht vorbei. Bei gesundheitlichen Problemen sollte man sich natürlich zuerst mit seinem Arzt absprechen. Für alle anderen gilt jedoch: ab in die Sportschuhe und los geht’s! Macht was euch Spaß macht! Lauft, geht schwimmen, tanzt oder boxt! Ist das alles nichts für euch? Wie wäre es alternativ mit einem langen Spaziergang? 60 Minuten durch den Park, mit guter Musik im Ohr oder vielleicht sogar einem Hörspiel. Auch hierbei werden Kalorien verbrannt!

Jetzt lauf doch nicht so schnell!

Jeder hat mal klein angefangen. Das ist keine Schande, sondern der Weg zur Topform. Hochmut kommt, wie wir wissen, vor dem Fall. Es bringt also nichts, wenn man sich zwingt, 30 Minuten konstant durchzujoggen, mit der Zunge auf dem Boden schleifend und Schmerzen in jedem Körperteil. Denn schnell hat man keinen Spaß mehr daran und das gesetzte Ziel „drei Mal die Woche 30 Minuten joggen“ bereitet uns mehr Versagensangst als Vorfreude. Resultat: man ist deprimiert und das führt schnell zu Demotivation.

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen

Um den Spaß am Sport nicht zu verlieren, sollte man sich realistische Ziele setzen, welche man auch erreichen kann, um somit ein Erfolgsgefühl zu kreieren. Das lässt uns dann weiter machen und hilft, höhere Ziele zu erreichen. Sollte man also eher ein Sportmuffel sein, dann reicht es schon, sein Sportprogramm mit 10 Minuten joggen, dreimal die Woche, zu beginnen. In der zweiten Woche kann man dann die Zeit auf 15 Minuten erhöhen, in der 3. Woche auf 20 Minuten usw.

Du darfst nicht vergessen, glücklich zu sein!

Sport macht Spaß, wenn man ihn richtig macht. Man sollte sich niemals als Versager fühlen müssen, weil andere vielleicht schneller, weiter und öfter laufen. Derartige Vergleiche muss man ganz verbieten. Beim Sport zählst nur du selber, und außer dir niemand. Schafft man es nicht, dreimal laufen zu gehen, sondern nur einmal ins Schwimmbad in der Woche, weil man einfach zu erschöpft ist von der Arbeit, dann geht die Welt davon nicht unter. Denn man darf niemals vergessen: Jede Minute, die man Sport macht, ist besser, als überhaupt gar keinen zu treiben. In solchen Zeiten gilt es, nicht gleich aufzuhören, sondern lediglich temporär kürzerzutreten.

Chill mal!

Viele, die durch Sport abnehmen wollen, sind von Schuldgefühlen gequält, wenn sie sich einen Ruhetag gönnen. Schließlich sollte man doch jetzt schwitzend durch den Stadtpark laufen, als hier auf der Couch zu entspannen. Dabei sind diese Ruhetage wichtig für den Körper. Es sind die Pausen, die zum Erfolg führen. Hier regeneriert sich der Körper, denn in diesen Erholungsphasen werden die Muskeln aufgebaut. Wichtig ist nur, dass diese Ruhetage nicht die Oberhand gewinnen. Energie wird getankt damit man sie am nächsten Tag hat, um wieder in die Laufschuhe zu schlüpfen.

Belohn dich!

Kleine Geschenke, adressiert an sich selber, dienen als guter Ansporn, weiter zu machen. Hat man es geschafft, einen Monat lang regelmäßig Sport zu treiben, kann man sich zur Belohnung ein kleines Geschenk machen. Ein schönes Paar Schuhe oder ein Kleid, das man schon länger im Visier hat. Übrigens: ein sommerliches Kleid, eine Konfektionsgröße kleiner, kann als weiterer Ansporn dienen, die Sportschuhe nicht mit Ignoranz zu bestrafen.

Keep on running!