Gewichtsabnahme und gesunde Prostata

Schon in den besten Jahren des Mannes kann eine vergrößerte Prostata Probleme machen; auch der gefürchtete Prostatakrebs kann bereits vor dem 50. Lebensjahr diagnostiziert werden. Vor allem dann, wenn es in der Familie Fälle von Prostatakrebs gegeben hat, muss man hier besonders vorsichtig sein. Pro Jahr erkranken rund 65.000 deutsche Männer an Prostatakrebs. Aber nicht überall auf der Welt gibt es solche Zahlen – in Asien ist die Zahl deutlich geringer.

Liegt es am Ende an der Ernährung?

Würzspinat

Besonders interessant ist der Umstand, dass in China und Japan kaum Probleme mit einer vergrößerten Prostata oder Prostatakrebs beobachtet werden können. Gerade einmal 10 Prozent der älteren chinesischen und japanischen Männer leiden an einer vergrößerten Prostata. Ob das genetisch bedingt sein kann? Nein. Die Söhne der Männer, die beispielsweise aus China oder Japan in die USA auswanderten, haben nach der zweiten Generation dasselbe Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, wie auch der US Amerikaner.

Wieso das so ist? Es gibt einige Studien, die darauf eingehen, dass es wohl an der Ernährung liegt – und das würde auch erklären, wieso der Japaner in den USA genauso gefährdet ist, an Prostatakrebs zu erkranken, wie der Amerikaner selbst.

Wurst und Fleisch begünstigen das Wachstum der Vorsteherdrüse

Im Westen dominieren Fleisch sowie Wurst und Milchprodukte – und sie haben alle einen hohen Fettanteil. Und das begünstigt nicht nur die gutartige Prostatavergrößerung, sondern am Ende auch Prostatakrebs. Vor allem sind es die gesättigten Fettsäuren, die dazu führen, dass Entzündungen begünstigt, sogar noch befeuert werden – der Körper wird sozusagen von freien Radikalen überschwemmt.

In Asien kommen jedoch Lebensmittel auf den Tisch, die Nährstoffe enthalten, welche einen positiven Einfluss auf die Prostatagesundheit haben: Ballaststoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, ungesättigte Fettsäuren sowie Phytoöstrogene.

Aber wieso ist es möglich, dass das pflanzliche Östrogen vor einer Prostatavergrößerung schützt? Das liegt am Testosteron, das für die Größenzunahme der Prostata verantwortlich ist – genauer gesagt ist es das Stoffwechselprodukt Dihydrotestosteron (DHT). Die Umwandlung könnte sanft durch Phytoöstrogene gebremst werden, sodass ein rasches Fortschreiten einer größer werdenden Prostata verhindert werden kann. Phytoöstrogene hemmen auch bestimmte Enzyme, die das Krebswachstum fördern können.

Die „Prostata-Ernährung“

Frischer Gemüsesalat

Es gibt eine Prostata-Diät, damit die Vorsteherdrüse nicht zu groß wird bzw. auch Krebs vorgebeugt werden kann. Wie so eine Diät bzw. Ernährungsweise aussieht? Zuerst wird der Fleischkonsum reduziert. Das heißt, im Idealfall wird nur einmal die Woche Fleisch gegessen. Das gilt auch für den Konsum von Eiern.

Pro Tag sollte man fünf Gemüse- und Obstmahlzeiten zu sich nehmen. Dabei gilt die Regel: eine Faust entspricht einer Mahlzeit. Zudem ist es wichtig, ungesättigter Fettsäuren zu sich zu nehmen – diese findet man in Fisch, Nüsse sowie in hochwertigen Pflanzenölen. Aber auch Leinsamen, Sojaprodukte und grüner Tee enthalten viele sekundäre Pflanzenstoffe.

Aber es gibt nicht nur die allgemein oben beschriebenen Richtlinien einer Prostata-Ernährung, sondern ist es auch ratsam, nachfolgende Lebensmittel verstärkt auf den Speiseplan zu packen:

Haferflocken, Nüsse sowie Austern und Krustentiere enthalten viel Zink. Ein wichtiges Spurenelement, das die Abwehrkräfte stärkt und zudem noch für vitale Spermien sorgt. Auch schützen diese Spurenelemente die Prostata, da es zu einer Hemmung der Verstoffwechslung von Testosteron in DHT kommt.

Kürbiskerne kann man jederzeit knabbern, aber auch die Kürbissuppe ist ideal, wenn es darum geht, die Gesundheit der Prostata aufrechtzuerhalten. Zudem können Kürbiskerne auch den Salat verfeinern.

Besonders empfehlenswert sind auch Tomaten sowie Granatapfelkerne. Und der Rotwein in Maßen hat ebenfalls eine positive Wirkung auf die Prostata.

Bestimmte Lebensmittel helfen nicht nur gegen die Prostatavergrößerung, sondern sind auch ein natürliches Potenzmittel, damit es im Schlafzimmer wieder zu aufregenden Stunden kommen kann. Besonders empfehlenswert sind hier Austern, Avocado oder auch Olivenöl. Vor allem das Olivenöl hat eine doppelte Wirkung – so sorgt es als natürliches Aphrodisiakum für heiße Momente, hilft aber auch im Kampf gegen die Prostatavergrößerung.

Letztlich kann man sehr wohl mit seiner Ernährung einen Einfluss auf seine Gesundheit nehmen. Das heißt, weniger Wurst und Fleisch, dafür mehr Gemüse und Obst, damit die Prostata nicht zu schnell wächst.

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