Wird Dinkelmehl schlecht? Das musst du wissen!

Dinkelmehl ist eine gesunde Zutat beim Backen, die du auf jeden Fall zu Hause haben solltest.

Aber wie sieht es mit der Lagerung von Dinkelmehl aus?

In diesem Beitrag erfährst du, wie lange das Mehl aufbewahrt werden kann, wie du die Haltbarkeit verlängern kannst und woran du erkennst, dass das Lebensmittel verdorben ist.

Wird Dinkelmehl schlecht?

Haltbarkeit von Dinkelmehl

Getreidemehle sind generell lange haltbar. Aufgrund des geringen Feuchtigkeitsgehalts verderben sie nicht schnell.

Das gilt auch für Dinkelmehl.

Als Vollkornmehl enthält es jedoch auch Fette, die ranzig werden können.

Wie lange ist Dinkelmehl haltbar?

Wie lange Dinkelmehl haltbar ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Darunter beispielsweise die genaue Art des Mehls, die Verpackung und die Lagerung.

Eine gute Orientierung stellt ein Zeitraum von bis zu 18 Monate dar.

Welche Sorten von Dinkelmehl gibt es?

Bei Dinkelmehl werden verschiedene Klassen unterschieden. Diese werden mit Zahlen gekennzeichnet. Gängig sind im Falle von Dinkel:

  • 630
  • 812
  • 1050

Diese Bezeichnungen geben an, welche Menge an Mineralstoffen in 100 Gramm von dem Mehl vorhanden ist. Bei 630 Dinkelmehl wären das 630 Milligramm Mineralstoffe pro 100 Gramm Mehl.

Diese Werte geben Anhaltspunkte bezüglich des Beitrags zu einer gesunden Ernährung.

Über die Haltbarkeit sagen sie jedoch nur bedingt etwas auch. Denn die mit Zahlen versehenen Lebensmittel sind keine Vollkornprodukte.

Sie weisen einen geringen Fettgehalt auf und verderben daher in der Regel nicht, beziehungsweise nur sehr langsam.

Du kannst hier – die richtige Lagerung vorausgesetzt – also mit einer Haltbarkeit von 18 Monaten und mehr rechnen.

Anders verhält es sich bei Vollkorn-Dinkelmehl.

Wie fällt die Haltbarkeit von Dinkelvollkornmehl aus?

Dinkelvollkornmehl enthält alle Bestandteile des gereinigten Korns. Die Schale wird also ebenfalls mit gemahlen. Hierdurch hat es einen besonders hohen Gehalt an:

  • Ballaststoffen
  • Mineralien
  • Vitaminen
  • Fetten

Aufgrund der Fette kann das Mehl ranzig werden, also verderben.

Lagerst du es richtig, kann sich jedoch auch dieses Lebensmittel problemlos länger als zwölf Monate halten und dabei genießbar bleiben.

Wie sollte ich Dinkelmehl im Idealfall lagern?

Du solltest bei der Lagerung von Dinkelmehl auf die folgenden Faktoren achten:

  • niedrige Temperaturen
  • möglichst luftdichte Verpackung
  • vor Sonnenlicht geschützt

Eine kühle Lagerung minimiert die Ausbreitung von Keimen, wie Bakterien und Sporen. Zudem können dadurch auch Zersetzungsprozesse verlangsamt werden.

Ein luftdichter Behälter oder Einschweißen minimiert den Kontakt zu Sauerstoff.

Gerade bei Mehl Dinkelvollkornmehl ist das wichtig, um das Ranzigwerden der Fette zu verhindern.

Zudem hat es den Vorteil, dass das Risiko für einen Befall mit Lebensmittelmotten und anderen Schädlingen reduziert wird.

Eine dunkle Lagerung im Schrank oder in einem lichtundurchlässigen Gefäß wirkt sich ebenfalls positiv auf die Haltbarkeit aus.

Denn Sonnenlicht erwärmt das Lebensmittel nicht nur, sondern kann auch zum Zersetzen der Fette beitragen.  

Welche Rolle spielt die Luftfeuchtigkeit bei der Lagerung von Dinkelmehl?

Halte das Mehl in jedem Fall trocken. Eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit ist in der Küche nicht vermeidbar, führt aber unweigerlich zum Verklumpen des feingemahlenen Lebensmittels.

Auch aus diesem Grund sind luftdichte Behälter oder Vakuumieren einer Papiertüte oder einer offenen Dose vorzuziehen.

Die Luftfeuchtigkeit sorgt zudem nicht nur für das Verklumpen, sondern lässt das Dinkelmehr auch schneller verderben und kann sogar zu Schimmel führen.

Kann ich die Haltbarkeit von Dinkelmehl verlängern?

Ja, du kannst die Haltbarkeit von Dinkelmehl durchaus verlängern. Beachte dazu vor allem die richtige Lagerung.

Halte das Mehl zudem sauber und trocken.

Schütte es bei Bedarf am besten direkt aus der Tüte, Dose oder einem Glas oder verwende ausschließlich abgewaschenes und vollständig trockenes Besteck zur Entnahme.

Auf diese Weise gelangen keine Verunreinigungen in das Lebensmittel. Das wiederum reduziert die Keimbelastung.

Woran erkenne ich abgelaufenes Dinkelmehl?

Mehl verfügt generell über ein Haltbarkeitsdatum. Das bedeutet jedoch nicht, dass das Getreideprodukt direkt nach diesem Termin abgelaufen und somit verdorben ist.

Um keine Lebensmittel zu verschwenden, solltest du daher stets Geruch, Farbe und Konsistenz überprüfen.

Genießbares Dinkelmehl hat einen frischen und sehr dezenten Geruch. Es ist gleichmäßig hell gefärbt und locker.

Riecht es hingegen stark, muffig, ranzig oder anderweitig unangenehm, solltest du es nicht mehr verwenden.

Auch dunkle Flecken und weiße, graue oder schwarze Beläge sind eindeutige Warnzeichen für verdorbenes Mehl.

Wird das Getreideprodukt klumpig und verfestigt sich, ist das meist ein Hinweis darauf, dass es einer zu hohen Luftfeuchtigkeit ausgesetzt wurde.

Klumpen können jedoch ebenso von Parasiten oder Schimmel befallene Stellen anzeigen.

Was passiert, wenn ich abgelaufenes Mehl esse?

Solange es nicht von Keimen oder Schädlingen befallen ist, passiert dabei gar nichts.

Altes Mehl kann im Geschmack und in der Stärke des Aromas nachlassen.  

Zudem verändern sich oftmals die Backeigenschaften und auch der Vitamingehalt sinkt.

Gesundheitlich bedenklich sind diese Faktoren jedoch nicht.

Ranziges oder schimmliges Mehl kann hingegen Beschwerden im Bereich der Verdauung auslösen. Dazu gehören:

  • Übelkeit
  • Magenschmerzen
  • Durchfall
  • Schwindel
  • Erbrechen

Bereits ein unangenehmer Geruch oder Geschmack sollte dich daher davon abhalten, das Mehl zu verwenden oder daraus gefertigte Lebensmittel zu verzehren.

Dass Dinkelmehl verdirbt, kommt jedoch dennoch nur selten vor.

Wie hilfreich war dieser Beitrag?

Klicke auf die Sterne um zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 5 / 5. Anzahl Bewertungen: 5

Bisher keine Bewertungen! Sei der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

Schreibe einen Kommentar