Übergewicht in Deutschland – Warum die Deutschen immer dicker werden

Es gibt einen ganz einfachen Grund dafür, dass die Deutschen immer dicker werden: Die Evolution des Menschen kann mit der rasanten Entwicklung der Gesellschaft und ihrer Technologie nicht mithalten.

Über die letzten Jahrzehnte haben sich unsere Lebens-, Arbeits- und Ernährungsweise gravierend verändert.

Kaum Übergewicht in der Vergangenheit

Egal wie weit du in der Geschichte des Menschen zurückblickst, früher musste hart gearbeitet bzw. mit vollem körperlichen Einsatz Nahrung beschafft werden. Selbst noch vor ca. 100 Jahren ist der Großteil der Bevölkerung schwerer körperlicher Arbeit nachgegangen. Durch die ständig hohe Anstrengung wurden so viele Kalorien verbrannt, dass es verhältnismäßig wenig Übergewichtige gab. Dazu kam noch, dass die Nahrung früher knapp war und deutlicher weniger Auswahl als heute zur Verfügung stand.

Diesen Bedingungen hat sich der Körper angepasst. Er hat Reserven gebildet, sobald Nahrung da war, um gleich wieder für schlechte Zeiten vorzusorgen. Doch heute ist dies nicht mehr nötig.

Dicke Deutsche in der Gegenwart

Wir leben nicht mehr in der Steppe und müssen für unser Essen jagen. Heute fahren wir einfach in den Supermarkt und kaufen uns, worauf wir Lust haben. Wir müssen auf nichts mehr verzichten und können essen, so viel wir wollen.

Dazu kommt, dass immer mehr Deutsche im Büro arbeiten und sich nicht mehr bewegen müssen. Geistige Arbeit hat die körperliche Arbeit abgelöst.

Auch die Bewegung im Alltag wird uns abgenommen. Wir nehmen einfach das Auto oder ein öffentliches Verkehrsmittel, um Besorgungen zu erledigen oder zur Arbeit zu kommen. Und wem der Weg zum Auto noch zu weit und anstrengend ist, geht einfach ins Internet. Dort kann mittlerweile alles bequem online bestellt werden. Selbst Medikamente und Abnehmprodukte lassen sich mittlerweile problemlos in Online-Apotheken, wie zum Beispiel https://www.juvalis.de/, kaufen. Auf der einen Seite macht uns die Technologie das Leben leichter, auf der anderen Seite haben wir aber immer weniger Grund, uns zu bewegen.

Eine kürzlich erschienene Studie des Robert Koch-Institutes belegt, dass mittlerweile 67 % aller Männer und 53 % aller Frauen in Deutschland übergewichtig sind (BMI über 25). Zudem gelten 23,3 % der Männer und 23,9 % der Frauen als stark übergewichtig (BMI über 30). Schlimmer noch, bereits heute ist 1 von 5 Kindern zu dick. Besonders alarmierend ist, dass mehr als jedes vierte Mädchen an einer Essstörung leidet.

Schon jetzt ist erkennbar, dass es in Zukunft immer mehr dicke Deutsche geben wird. Das bedeutet, dass auch die gesundheitlichen Folgen von Übergewicht immer stärker zum tragen kommen, seien es Herzinfarkt, Diabetes, kaputte Gelenke usw.

Doch was können wir tun, um diese negative Entwicklung aufzuhalten?

Es muss ein Umdenken erfolgen

Wenn wir nicht realisieren, dass unser Körper noch an die früheren Zeiten gewöhnt ist, werden wir schon bald mit den brutalen Folgen dieser Lebensweise konfrontiert werden. Dann werden wir es bereuen, nicht eher gehandelt zu haben.

Wir müssen umdenken und unsere Gewohnheiten an die aktuelle Entwicklung anpassen.

Wir müssen verstehen, wie unser Körper funktioniert und warum er tut, was er tut. Er speichert nicht das Fett, um uns zu ärgern, sondern weil er immer noch davon ausgeht, dass wir irgendwann in Notzeiten hungern müssen. Doch diese schlechten Zeiten werden für viele Übergewichtige in Deutschland nie eintreten. Machen wir unserem Körper aber klar, dass er nicht hungern muss, gibt er diese Fettreserven Schritt für Schritt wieder ab.

Wir müssen realisieren, dass wir Bewegung brauchen. Es tut uns gut und steigert unsere Lebensqualität. Und wenn wir uns im Beruf nicht genug bewegen, gleichen wir das eben in der Freizeit durch mehr Bewegung im Alltag und Sport, der Spaß macht, aus. Ein guter Anfang sind 2 bis 3 Stunden wöchentliche Bewegung.

Es gilt auch, bei der Ernährung umzudenken. Die Mehrheit der Deutschen weiß nicht, was gesund ist und wie man sich richtig ernähren sollte. Durch das Überangebot an Nahrung in Form von Tausenden von verschiedenen Lebensmittel gilt es diejenigen herauszufinden, die uns am besten schmecken, aber auch gut für uns und unseren Körper sind. Gesundheit und Genuss schließen sich dabei nicht aus.

Allein mit diesen drei Veränderungen können wir Großes bewirken.

Fakt ist: Es sind alles Gewohnheiten. Und Gewohnheiten können verändert werden. Wir müssen es nur wollen. Wollen wir es nicht, bedeutet dies, dass wir die Folgen unserer aktuellen Lebensweise akzeptieren und damit einverstanden sind, unsere Lebensqualität einzubüßen und schwerer unser Leben zu leben.