Bratkartoffeln vorher kochen, oder nicht? Die verblüffende Antwort

Es ist die uralte und kontrovers diskutierte Frage zwischen den Anhängern der gebratenen Kartoffel:

Soll die Knolle zuvor gekocht werden oder gibt es die einzig wahren Bratkartoffeln nur aus rohen Kartoffelscheiben?

Bei uns erfährst du, wo die Unterschiede liegen, worauf du achten musst und wieso du Kartoffeln nie roh essen solltest.

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Bratkartoffeln vorher kochen oder roh braten?

Bratkartoffeln vorher kochen, oder nicht? Die verblüffende Antwort

Die Antwort hierauf ist einfacher, als du erwartest: Dein Geschmack entscheidet.

Natürlich finden sich Unterschiede zwischen den Varianten, beispielsweise in Bezug auf die Zubereitungsdauer, den Aufwand und den Geschmack.

Dennoch solltest du die Variante wählen, die dir am besten schmeckt. Als Comfort Food sollen Bratkartoffeln schließlich in erster Linie satt und zufrieden machen.

Werfen wir dennoch einen Blick auf die verschiedenen Faktoren der beiden Möglichkeiten sowie ihre Vorzüge und Nachteile.

Bratkartoffeln aus gekochten Kartoffeln

Diese Zubereitungsform hat entscheidende Vorteile. Zu diesen gehören:

  • kürzere Bratzeit
  • Verwertung von übriggebliebenen und bereits gekochten Kartoffeln
  • Scheiben sind verlässlich durchgegart
  • weichere Konsistenz
  • milder Geschmack
  • gut kombinierbar mit Kräutern, Gewürzen, Zwiebel, Ei und Wurst

Bereits gegarte Kartoffeln in Scheiben schneiden, anbraten, würzen fertig – mehr als zehn Minuten benötigst du für das Gericht nicht.

Dadurch sind diese Bratkartoffeln ideal für den schnellen Hunger.

Allerdings zerfallen sie schneller und lassen sich nicht knusprig braten.

ABER: Durch das doppelte Garen zeigen sich diese Bratkartoffeln deutlich leichter verdaulich und liegen dadurch nicht so schwer im Magen.

Bratkartoffeln mit rohen Kartoffeln

Wenn du auf das vorherige Garen verzichten möchtest, musst du die Knollen lediglich waschen, in Scheiben schneiden und braten oder in den Ofen schieben.

Haben wir da nicht das Schälen vergessen? Nein, aber darauf gehen wir später ein.

Aus der einfachen Zubereitung ergeben sich bereits die ersten Vorteile: Es sind weniger Handgriffe für diese Art der Bratkartoffeln erforderlich.

Du sparst dir das Kochen und damit auch Energie. Zudem hast du die Wahl zwischen dem Garen im Ofen oder in der Pfanne.

Bist du noch nicht überzeugt? Bratkartoffeln aus den rohen Knollen sind zudem:

  • intensiver im Geschmack
  • knuspriger
  • beständiger in der Form

Wenn du also nicht möchtest, dass die Scheiben oder Stücke in deinem Gericht zerfallen: Nutze rohe Kartoffeln.

Vollkommen frei von potenziellen Nachteilen sind sie jedoch ebenfalls nicht.

Bei diesen handelt es sich um:

  • längere Garzeit: Während bei gekochten Kartoffeln zehn Minuten ausreichen, musst du für Bratkartoffeln aus rohen Scheiben 30 bis 40 Minuten einplanen. Unabhängig davon, ob du sie in der Pfanne oder im Ofen zubereitest.
  • größerer Aufwand: Damit rohe Kartoffeln gleichmäßig durchgaren, musst du sie regelmäßig wenden. Das bedeutet mehr Aufwand bei der Zubereitung. Dennoch kann es vorkommen, dass nicht alle Scheiben gleichmäßig gar werden
  • Verbrennungsgefahr: Im Inneren garen die Kartoffelscheiben langsamer. Daher können die Ränder bereits dunkel verfärbt oder sogar verbrannt sein, während die Scheiben innen noch roh sind. Dieser Fall tritt vor allem dann ein, wenn sich mehrere Scheiben oder Stücke überdecken. Besser ist es daher, kleinere Mengen unter stetigem Rühren zu garen und ein entsprechend großes Gefäß zu wählen.

Welche Kartoffelsorten eignen sich für Bratkartoffeln?

Die grundlegende Unterscheidung bei Kartoffeln erfolgt in mehlig- und festkochend. Beide Varianten und die Stufen dazwischen sind für Bratkartoffeln geeignet.

Die mehligkochenden Knollen werden etwas weicher und zerfallen dadurch auch schneller. Zudem ist bei ihnen eine kürzere Garzeit erforderlich.

Die festkochenden Exemplare behalten ihre Form sowohl beim Kochen als auch beim Backen und Braten länger und werden knuspriger.

Auch hier entscheidet also wieder dein Geschmack über die Wahl.

Wie lange müssen Bratkartoffeln zuvor gekocht werden?

Je besser sie durchgegart sind, umso kürzer ist die folgende Bratzeit. Ihre Form sollten die Knollen oder Stücke davon aber dennoch behalten.

Abhängig ist die Kochzeit hauptsächlich von der Größe der Kartoffeln oder Stücke und der Kartoffel-Art.

Kleine, mehligkochende Knollen oder in Stücke geschnittene Kartoffeln garen schneller als große festkochende Sorten.  

Hast du bereits Würfel geschnitten, können zehn bis 20 Minuten ausreichen. Bei großen Exemplaren solltest du mit 30 bis 40 Minuten rechnen.

Bratkartoffeln schälen oder nicht?

Immer wieder wird dazu geraten, die Kartoffeln bereits vor dem Kochen zu schälen. Aber ist das wirklich notwendig?

Wenn du frische, neue Kartoffeln mit einer zarten Schale hast, lautet die Antwort ganz klar: Nein, du musst sie nicht schälen.

Die Schale stört nicht beim Essen, im Gegenteil, sie trägt sogar zu einem guten Geschmack bei. Davon abgesehen sparst du dir Aufwand für das Schälen.

Das gilt ebenso für Bratkartoffeln aus der rohen Knolle.

Möchtest du die Schale nicht mitessen, kannst du sie dennoch bis nach dem Kochen an den Erdäpfeln belassen und Pell-Bratkartoffeln machen.

Geschmacklich wirken diese oft feiner und intensiver. Dafür musst du bei mehligkochenden Sorten verstärkt aufpassen, damit sie während des Schälens im garen Zustand nicht zerfallen.

Kann man Kartoffeln einen Tag vorher kochen?

Ja, natürlich kannst du das.

Die Kartoffeln halten sich problemlos ein bis drei Tage im Kühlschrank, daher kannst du einen großen Topf kochen und in der Folge jeden Tag ein anderes Gericht damit zubereiten.

Kartoffeln und Quark, Gnocchi, Kartoffelsalat, Gratins, Einlage in Suppen oder verdickende Basis für Cremesuppen und natürlich Bratkartoffeln sorgen neben Potato Skins und Kartoffelecken dafür, dass es nicht langweilig wird.

Warum solltest du Kartoffeln nie roh essen?

Kochen, braten, backen, frittieren – warum müssen Kartoffeln in jedem Fall gegart werden?

Erstens, weil Erdäpfel zu den Nachtschattengewächsen gehören und daher den Giftstoff Solanin enthalten. Dieser ist zwar für Menschen in geringen Mengen nicht sofort tödlich, kann aber erhebliche Beschwerden auslösen.

Dazu gehören bereits am Anfang und bei kleinen Mengen Kopfschmerzen, Magenbeschwerden, Übelkeit bis zum Erbrechen und Durchfall.

Solanin hat zudem einen bitteren Geschmack, der dich vor dem Verzehr roher Kartoffeln warnen sollte. Lecker sind die Knollen ungekocht also ebenfalls nicht.

Zweitens ist die Stärke in rohem Zustand sehr schwer verdaulich und geschmacklich unangenehm.  

Bratkartoffeln kochen oder nicht – eine Frage deines Geschmacks

Ob du die Knollen zuvor garst oder nicht, hängt allein davon ab, wie du deine Bratkartoffeln magst.

Wer die knusprige Version bevorzugt, sollte zu festkochenden rohen Kartoffeln greifen und benötigt dafür etwas Geduld.

Wenn du sie etwas weicher bevorzugst, sind gekochte Erdäpfel die bessere Wahl.

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