Die beste Zeit für Sport – Wann genau trainieren? (Teil 1)

Dies ist Teil 1 der Artikelserie zum Thema „Wann ist die beste Zeit für Sport?“. Der zweite Teil beschäftigt sich mit den 4 wichtigsten Faktoren, die deine Trainingszeit beeinflussen.


Gibt es die perfekte Zeit zum trainieren oder ist es egal, wann du Sport machst?

Viel wichtiger als die Zeit, zu der du Sport treibst, ist, dass du überhaupt etwas für dich und deinen Körper tust.

Um herauszufinden, zu welcher Zeit du trainieren willst, haben wir für dich die Vor- und Nachteile der verschiedenen Tageszeiten zusammengestellt.

Morgen (6 – 10 Uhr)

Vorteile

  • Du fühlst dich gut, weil du gleich zu Beginn deines Tages etwas für dich und dein Ziel, erfolgreich abzunehmen, getan hast. Das ist der perfekte Kickstart in den Tag.
  • Du hast mehr Energie über den Tag. Du kannst dich besser konzentrieren und fühlst dich einfach aktiver.
  • Morgens ist es leichter, sich zum Sport zu motivieren. Dein innerer Schweinehund schläft nämlich immer gerne etwas länger. 😉
  • Gleich früh zu trainieren kann es dir erheblich erleichtern, Sport zu einer Gewohnheit zu machen.
  • Wenn du draußen Sport machst, kannst du die Natur in ihrer vollen Pracht genießen (Sonnenaufgang, Stille, frische Luft).
  • Du zerbrichst dir nicht mehr den Kopf, wo du den Sport noch abends in deinen Terminkalender pressen sollst. Frühsport ist also leichter ohne Störungen zu absolvieren.
  • Das Fitness-Studio ist meist noch leer, so dass du ungestört trainieren kannst und nicht an Geräten warten musst.
  • Perfekt für alle Frühaufsteher.
  • Im Sommer kannst du zu angenehmen Temperaturen trainieren.

Nachteile

  • Dein Herz-Kreislauf-System läuft morgens noch auf Sparflamme, d.h. du hast weniger Energie zur Verfügung.
  • Deine Muskeln sind nach der Nacht noch steif. Um Verletzungen und körperliche Beschwerden zu vermeiden, solltest du gerade bei Frühsport großen Wert auf ausreichendes Aufwärmen legen.
  • Für Nachteulen und Morgenmuffel ist Frühsport weniger geeignet. Es wird für nachtaktive Menschen schwieriger, sich an den Sport gleich morgens zu gewöhnen.
  • Im Winter musst du in den Morgenstunden Kälte und Dunkelheit akzeptieren.

Vor-/Mittag (10 – 14 Uhr)

Vorteile

  • Du baust den ersten Stress des Tages ab.
  • Du kannst deine Mittagspause für eine schnelle Sporteinheit nutzen. Eventuell findest du auch eine Arbeitskollegin oder Freundin, die dich begleiten kann.
  • Dein Körper kommt langsam in Fahrt. Dies wirkt sich fördernd auf dein Herz-Kreislauf-System, deine Sauerstoffversorgung und deine Muskulatur aus.
  • Training am Mittag fördert die Durchblutung im Gehirn, so dass du am Nachmittag konzentrierter und klarer im Kopf bist.

Nachteile

  • Eventuell hast du zu wenig Zeit, um ausreichend Sport zu treiben (zu kurze Mittagspause).
  • Ablenkungen oder unvorhersehbare Probleme können dich vom Training abhalten.
  • Viele Menschen haben nach dem Mittag eine Müdigkeitsphase, gerade bei zu vielen einfachen Kohlenhydraten. Daher könnte es dir schwerer fallen, dich zum Sport zu motivieren.
  • Im Sommer bei großer Hitze aufpassen.

Nachmittag (14 – 18 Uhr)

Vorteile

  • Studienergebnisse deuten darauf hin, dass die Zeit zwischen 16 bis 19 Uhr die beste Zeit für ein effektives Training ist.
  • Dein Körper ist jetzt auf Betriebstemperatur, d.h. du kannst nachmittags am intensivsten trainieren. Das gilt sowohl für Ausdauer- als auch für Krafttraining.
  • Deine Muskulatur ist aufgewärmt und vollkommen flexibel.
  • Du bist weniger verletzungsanfällig.
  • Du baust direkt nach deiner Arbeit Stress ab und sorgst so für einen entspannten Abend.

Nachteile

  • Ablenkungen oder auftretende Probleme können dich vom Training abhalten.
  • Dein innerer Schweinehund ist jetzt hellwach und könnte dich dazu verleiten, etwas anderes als dein Training zu tun.
  • Im Fitness-Studio wird es jetzt voll. Es kann sein, dass du an den Geräten warten musst, bis du trainieren kannst.
  • Im Sommer bei großer Hitze aufpassen.

Abend (18 – 22 Uhr)

Vorteile

  • Deine Muskulatur ist aufgewärmt und vollkommen flexibel.
  • Du kannst intensiver als am Morgen trainieren.
  • Außerdem bist du weniger verletzungsanfällig.
  • Du baust direkt nach einem anstrengenden Tag Stress ab und schläfst tiefer und fester.
  • Im Sommer kannst du zu angenehmen Temperaturen trainieren.

Nachteile

  • Ablenkungen oder auftretende Probleme können dich vom Training abhalten.
  • Dein innerer Schweinehund ist jetzt hellwach und könnte dich dazu verleiten, etwas anderes als dein Training zu tun. Gerade nach einem anstrengenden Tag voller Probleme und Störungen fällt es vielen schwer, noch genügend Motivation für eine Trainingseinheit aufzubringen.
  • Im Fitness-Studio könnte es überfüllt sein. Es kann vorkommen, dass du an Trainingsgeräten warten musst, bis du trainieren kannst.
  • Nach einer intensiven Sporteinheit kann es zu Problemen mit dem Einschlafen kommen. Viele sind nach dem Training noch „aufgeputscht“ und brauchen deshalb noch eine Weile, um wieder „runterzukommen“.
  • Nicht jeder trainiert gerne, wenn es draußen schon dunkel ist. Falls du draußen Sport machst, achte unbedingt darauf, dass du auffallende, leuchtende Kleidung trägst.

Du siehst, jede Tageszeit hat ihre gewissen Vor- und Nachteile. Die Kunst besteht darin, die für dich passende Zeit für Sport zu finden.

Teste für einige Wochen eine bestimmte Zeit für dein Training und probiere anschließend eine andere Tageszeit aus. So wird dir schnell klar werden, wann du am liebsten trainierst.

Die Frage sollte dabei nicht heißen: Gibt es eine perfekte Zeit zum trainieren?“, sondern „Zu welcher Zeit mache ich persönlich am liebsten Sport?“.


Dies ist Teil 1 der Artikelserie zum Thema „Wann ist die beste Zeit für Sport?“. Der zweite Teil beschäftigt sich mit den 4 wichtigsten Faktoren, die deine Trainingszeit beeinflussen.