Die 30 größten Diätlügen und Abnehmmythen auf dem Prüfstand

Sauber recherchiert. Wissenschaftlich fundiert.

Einleitung: Was wir Studien glauben können

Wir arbeiten in diesem Beitrag sehr viel mit den neusten Ernährungsstudien als Quellen und Belege für unsere Aussagen.

Zu diesen Studien möchten wir eingangs unbedingt noch einige Punkte ansprechen…

Sicher hast du dich in der Vergangenheit schon einmal drüber gewundert, warum es zu einem Ernährungsthema oder zu einer bestimmten Aussage mehrere Studien gibt. Studien, die obendrein oftmals zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen.

Der Grund für dieses Paradoxon lässt sich relativ simpel erklären:  In Sachen Ernährung ist es wirklich schwierig, aussagekräftige Studienergebnisse zu generieren, weil bereits die Durchführung der Studie eine echte Mammutaufgabe darstellt.

Wenn es um Lebensmittel, eine spezielle Ernährung oder Lebensform geht, müssten für eine wirklich aussagekräftige Studie …

  1. Viele, repräsentativ ausgewählte Menschen
  2. über einen langen Zeitraum
  3. nach einem streng vorgegebenen Schema leben
  4. zusätzlich das entsprechende Nahrungsmittel oder die Ernährungsweise integrieren.

Ehrlich: Wer würde eine solche Tortur über mehrere Monate oder gar Jahre über sich ergehen lassen?

Und wenn sich tatsächlich Menschen finden lassen würden, wer würde kontrollieren, ob sich diese tatsächlich streng an alle Vorgaben halten?

Der Personalaufwand wäre immens.

Das bedeutet, dass solche Studien in der Realität schlichtweg nicht existieren.

Vielmehr sind Ernährungsstudien mit vielen Probanden auf den Selbstaussagen der Teilnehmer gestützt. Dies wiederum hat zur Folge, dass die Qualität der Ergebnisse leidet, da die Selbsteinschätzung und die eigene Wahrnehmung häufig von der Realität abweichen. Hier wird gerne der ein oder andere „Lebensmittel-Fauxpas“, wie beispielsweise die Tüte Chips oder die Tafel Schokolade verschwiegen.  

Das Gros erfahrungsbasierter Studien fußt demnach nicht auf tatsächlichen Untersuchen am Menschen, sondern vielmehr auf Tierversuchen (häufig Ratten) oder findet im Reagenzglas (in vitro) statt.

Inwieweit diese Studien tatsächlich auf den Menschen übertragbar sind, ist vor allem im Hinblick auf den Stoffwechsel äußert fragwürdig, da in diesem Bereich jeder Mensch sehr individuelle Ausprägungen aufweist.

Vererbung, Vorerkrankungen und die Lebensweise sind die Haupteinflussfaktoren auf den Stoffwechsel und die Gründe, warum dieser bei nahezu jedem Menschen differenziert zu betrachten ist. Ein Vergleich mit Tieren oder isolierten Substanzen in der Petrischale dürfte also zu keinen aussagekräftigen Ergebnissen führen, die sich tatsächlich pauschal auf jeden Menschen übertragen lassen.

Heißt im Klartext: Ernährungsstudien sollten immer mit einem gewissen Vorbehalt betrachtet werden. Eine Tatsache, die vonseiten der Forschung meist betont, auf medialer Seite jedoch gerne verschwiegen wird.

Ach ja, noch ein wichtiger Punkt…

Studien kosten Geld.

Viel Geld!

Je aufwändiger sie sind, desto teurer sind sie – und unabhängige Universitäten mit hohem Forschungsetat sind in etwa so rar, wie Vitamine im Softeis.

Also werden Studien häufig von Wirtschaftsunternehmen finanziert, was definitiv an der Objektivität der Ergebnisse zweifeln lässt. Eine Tatsache, die auf der Hand liegt. Schließlich würde z.B. die Milchindustrie niemals das Ergebnis einer Studie zitieren, das Milch als ungesund einstuft. 

Deklariert wird die industrielle Studienbeteiligung in der Regel bei jeder Studie unter „Finanzierungskonflikte“.

Ernährungsstudien werden häufig durch die Industrie finanziert und sind daher nicht objektiv

Also: Bitte die Ergebnisse von Ernährungsstudien IMMER hinterfragen! 

Das tun wir auch.  

Mythen, Weisheiten und Wahrheiten

Zu kaum einem anderen Thema finden sich im Internet so viele Meinungen, Mythen und Halbwahrheiten wie zum Thema „Abnehmen & Diät“. Das haben wir im Rahmen vieler Recherche-Stunden zu unseren Artikeln immer wieder festgestellt. 

Aufgrund dessen haben wir uns vor einiger Zeit die Frage gestellt:

Wie soll jemand, der sich über das Thema Abnehmen informieren möchte, in diesem „Informations-Dschungel“ den Überblick behalten?

Also haben wir den Entschluss gefasst, eine Art Wegweise zu erstellen, der dich durch diese ganzen Mythen führen soll. Das Ergebnis siehst du hier 😉

Dabei haben wir genau die Abnehm-Mythen und Diätlügen unter die Lupe genommen, die seit vielen Jahren im Netz kursieren und sich hartnäckig halten. Unser Ziel war bzw. ist es, diese Mythen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen zu verifizieren oder als Lüge zu entlarven.  

Dabei haben wir ein Bewertungssystem geschaffen, das dir sofort zeigen soll, ob du einem Mythos glauben kannst oder nicht:

  • Wahr: Eine große Mehrzahl durchgeführter Studien und Untersuchungen zeigen, dass diese Behauptung wahr sein könnte
  • Vielleicht: Es lässt sich nicht zweifelsfrei belegen, ob die Behauptung stimmt
  • Falsch: Zahlreiche Studienergebnisse widersprechen der These

PS: Sollte ein Mythos nicht aufgeführt sein, für den du dich interessierst, hinterlasse einfach am Ende des Beitrags einen Kommentar und wir werden diesen selbstverständlich einer gründlichen Prüfung unterziehen.

Überblick über die Mythen

Kaffee hilft beim Abnehmen

Die Zeitschrift InStyle titelte in einem Artikel am 04. August 2019:

Coffee Junkies aufgepasst! Mit der Kaffee-Diät kannst du easy abnehmen

Kaffee hilft beim Abnehmen – soweit die These. Aber ist das beliebte Heißgetränk tatsächlich auch ein Hilfsmittel auf dem Weg zum Wunschgewicht?

Gute Nachrichten für alle Kaffeetrinker: Ja, ist es!

Wir würden nicht so weit gehen wie InStyle und dir eine „Kaffee-Diät“ empfehlen. Aber es haben tatsächlich zahlreiche Studien nachgewiesen, dass Kaffee dich beim Abnehmen unterstützen kann.

Eine Studie hat zum Beispiel belegt, dass Kaffee eine positive Wirkung auf deinen Stoffwechsel haben kann, indem die Thermogenese im braunen Fettgewebe aktiviert wird.

Hier die Auflösung: Das im Kaffee enthaltene Koffein regt die Aufspaltung von Fetten in deinem Körper (Fachbegriff: Lipolyse) an und hilft somit direkt bei der Fettverbrennung. 

Einen weiteren Vorteil stellen die im Kaffee enthaltenen Bitterstoffe dar. Diese gelten als eine Art Alarmsignal für den Körper und zügel deinen Appetit. Außerdem können Bitterstoffe vor Heißhungerattacken schützen. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, ist unser Artikel über „Bitterstoffe und deren Einfluss auf das Abnehmen“ das Richtige.

👍 Diese Quellen stimmen zu

Studie: Kaffee führt zu Thermogenese

Im Rahmen einer Studie aus 2019 wurde nachgewiesen, dass nach dem Trinken von Kaffee, die Temperatur der supraklavikulären Region (braunes Fettgewebe) anstieg. Durch diese Thermogenese wird der Stoffwechsel beschleunigt (Scientific Reports: Caffeine exposure induces browning features in adipose tissue in vitro and in vivo, abgerufen am 17.01.2021)

Professor Symonds von der Universität Nottingham nach einer Studie:

From our previous work, we knew that brown fat is mainly located in the neck region, so we were able to image someone straight after they had a drink to see if the brown fat got hotter. The results were positive and we now need to ascertain that caffeine as one of the ingredients in the coffee is acting as the stimulus or if there’s another component helping with the activation of brown fat.”

Abgerufen am 20.01.2021, Quelle

Studie: Koffein beschleunigt den Stoffwechsel

Schon im Jahr 1980 wurde im Rahmen einer Studie nachgewiesen, dass Koffein einen positiven Einfluss auf den Stoffwechsel hat. Signifikant steigt die Stoffwechselrate vor allem bis zu 3 Stunden nach dem Konsum an. (Acheson KJ, Zahorska-Markiewicz B, Pittet P, Anantharaman K, Jéquier E. Caffeine and coffee: their influence on metabolic rate and substrate utilization in normal weight and obese individuals. Am J Clin Nutr. 1980 May;33(5):989-97. doi: 10.1093/ajcn/33.5.989. PMID: 7369170., abgerufen am 21.01.2021)

👎 Diese Quellen widersprechen

Wir konnten keine Studien finden, die dieser These widersprechen. Das muss jedoch nicht heißen, dass es diese nicht gibt. Wir sind nicht perfekt 😉

Wenn dir solche Studien bekannt sind, dann gerne in die Kommentare damit!

Der Mensch braucht Fleisch

Vegetarier schaden ihrem Körper durch den bewussten Verzicht auf Fleisch. 

Stimmt das wirklich? 

Insbesondere wird immer wieder behauptet, dass bei Vegetariern vor allem folgende Nährstoffe unzureichend zugeführt würden:

  1. Eiweiß
  2. Kalzium
  3. Eisen
  4. Vitamin B12

Vier klassische Bestandteile, die vor allem in Fleisch in hohen Mengen zu finden sind. 

Haben Vegetarier und Veganer also ein Problem?

Nein, sagt die Wissenschaft: Der menschliche Körper kann alle wichtigen Nährstoffe und Mineralien aus einer rein pflanzlichen und fleischlosen Ernährung ziehen.

So können Proteine zum Beispiel aus Eiern oder Hülsenfrüchten, Soja oder Nüssen gewonnen werden. Zwar ist hier der Anteil deutlich geringer als in einem Stück Fleisch, schlussendlich ist das jedoch kein Problem.

Kalzium und Vitamin B12 können aus Milch gewonnen werden. Eisen ist in Erbsen oder Karotten in hohen Mengen enthalten.

Vegetarier schaden ihrem Körper also in keinster Weise. Ganz im Gegenteil. Es gibt zahlreiche Studien, die zu dem Ergebnis kommen, dass übermäßiger Fleischkonsum deiner Gesundheit schaden kann. 

👍 Diese Quellen stimmen zu

Fehlanzeige! Es gibt keine Quelle oder Studie die belegt, dass der Mensch Fleisch zum Überleben benötigen würde.

👎 Diese Quellen widersprechen

WHO stuft rotes Fleisch und Wurst als krebserregend ein

Im Rahmen einer großen randomisierten Kohortenstudien kam die Internationale Agentur für Krebsforschung zu dem Ergebnis, dass der Verzehr von rotem Fleisch und Fleischwaren „wahrscheinlich karzinogen für den Menschen“ ist. (Ärzteblatt, abgerufen am 21.01.2021)

Studie: Vegetarische Ernährung reduziert das Krebsrisiko und den BMI

Eine umfassende Metaanalyse aus 2017 zeigte auf, dass eine vegetarische Ernährung das Risiko einer Herzerkrankung um bis zu 25 % und das Krebsrisiko um bis zu 8 % senken kann im Vergleich zur Ernährung mit Fleisch. Außerdem zeigten Vegetarier im Durchschnitt einen geringeren BMI als Fleichesser. (Link zur Quelle, abgerufen am 21.01.2021)

Studie: Pflanzliche Ernährung wirkt sich positiv auf den Stoffwechsel aus

Eine Überprüfung von 205 klinischen Studien kam zu dem Ergebnis, dass sich eine rein pflanzliche Ernährung positiv auf den Stoffwechsel auswirken kann. (Medawar, E., Huhn, S., Villringer, A. et al. The effects of plant-based diets on the body and the brain: a systematic review. Transl Psychiatry 9, Link, abgerufen am 21.01.2021)

Interview Christopher Klotter (Ernährungspsychologe) bei Planet Wissen:

Evolutionsbiologisch hat uns das Fleischessen wahrscheinlich weitergebracht. Das Gehirn ist gewachsen. Der Körper verwertet Fleisch besonders gut, denn der Bauplan des tierischen Organismus ist dem menschlichen näher als der Bauplan von Pflanzen.

Aber dieser evolutionäre Schritt ist seit langem abgeschlossen. Wir haben uns als Raubtiere in den jetzigen Stand versetzt. Aber jetzt brauchen wir das zum Überleben nicht mehr und wir sind hier in Europa in der angenehmen Situation, dass wir selbst entscheiden können, was wir essen und wie wir leben wollen.

Link zur Quelle; abgerufen am 21.01.2021

Eier erhöhen den Cholesterinspiegel

Eier hatten lange Zeit einen schlechten Ruf. Zwar galten diese schon immer als gute Proteinquelle, allerdings auch als DER Cholesterin-Treiber schlechthin. Der Grund ist, dass viele der erforderlichen Substanzen, um den Cholesterinspiegeln nach oben zu jagen, tatsächlich in Eiern enthalten sind.

Kurzer Exkurs: Führst du deinem Körper cholesterinreiche Nahrung zu, wird die eigene Cholesterin-Produktion des Körpers grundsätzlich heruntergefahren. Das ist ein vollkommen natürlicher Prozess und eine normale Reaktion des Körpers. Das Problem ist jedoch, dass bei rund einem Drittel der Bevölkerung  dieser Effekt nicht zu beobachten ist, sodass der Cholesterinspiegel stetig ansteigt, wenn entsprechende Nahrungsmittel konsumiert werden. 

Und genau als solche Cholesterin-Treiber galten Eier lange Zeit.

Heute kann Entwarnung gegeben werden. 

Studien haben nämlich gezeigt, dass die Menge an aufgenommenen Eiern keine Auswirkungen auf die Cholesterinwerte im Blut hat. Dies gilt allerdings für moderaten Eier-Konsum. Du solltest es hier also nicht übertreiben.

Übrigens: Wenn du nicht wissen solltest, was Cholesterin ist, findest du im nachfolgenden Video eine tolle Erklärung. Es handelt sich um eine Substanz, die für den Körper überlebensnotwendig ist. Cholesterin ist beispielsweise bei vielen Stoffwechselvorgängen im Gehirn beteiligt. 

Wichtig zu verstehen ist, dass es gutes und schlechtes Cholesterin gibt. Das Low-Density (LDL) Cholesterin ist das schlechte, das bei einer zu hohen Konzentration im Körper deine Blutgefäße verstopfen kann. 

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

👍 Diese Quellen stimmen zu

Studie: Übermäßiger Eierkonsum erhöht Mortalität

Ein Ei pro Tag hat keinen Einfluss auf deine Gesundheit. Ein stark erhöhter täglicher Eierkonsum hingegen schon. Eine breit angelegte Studie aus 2008 fand heraus, dass die Gesamtmortalität bei übermäßigem Eierkonsum stark steigt. Dies zeigt die unten Grafik unten.

Zu viele Eier können die Gesamtmortailität stark ansteigen lassen. Das fand eine Studie heraus.

Bildquelle: Song M, Fung TT, Hu FB, Willett WC, Longo VD, Chan AT, Giovannucci EL. Association of Animal and Plant Protein Intake With All-Cause and Cause-Specific Mortality. JAMA Intern Med. 2016 Oct 1;176(10):1453-1463. doi: 10.1001/jamainternmed.2016.4182. Erratum in: JAMA Intern Med. 2016 Nov 1;176(11):1728. PMID: 27479196; PMCID: PMC5048552. Link

👎 Diese Quellen widersprechen

Studie: Moderater Eier-Konsum hat keinen Einfluss

Eine breit angelegte Kohortenstudie, bei der 40.000 Männer und 80.000 Frauen beobachtet wurden ergab, dass ein Konsum von einem Ei pro Tag nicht zu einem erhöhten Risiko für Herzerkrankungen führt. (Link zur Quelle, abgerufen am 23.01.2021)

Studie: Eier haben geringen Einfluss auf Cholesterinspiegel

Zwei Studien zeigten, dass der Einfluss von Eiern auf den Cholesterinspiegel im Blut, vor allem in Hinblick auf LDL-Cholesterin, deutlich geringer ist als zuvor angenommen. Einen sehr hohen Einfluss haben hingegen Fette in der Nahrung. (Link zu Studie 1, Link zu Studie 2, abgerufen am 23.01.2021)

Studie: Moderater Eierkonsum erhöht das HF-Risiko nicht

Eine Studie unter über 21.000 Probanden ergab, dass mäßiger Eierkonsum das Herzinfarkt-Risiko nicht erhöht. (Link zur Quelle, abgerufen am 23.01.2021)

Mit Light-Produkten nimmst du ab

Sind Light-Produkte das Wundermittel schlechthin?

Könnte man meinen, wenn der Werbung der Lebensmittelhersteller und dem Aufdruck auf vielen Verpackungen Glauben geschenkt wird.

Tatsächlich ist es jedoch so, dass Light-Produkte zwar weniger Fett und dadurch oftmals weniger Kalorien enthalten als vergleichbare, nicht reduzierte Produkte – dafür jedoch mit Süßstoff angereichert sind, der hier als Zuckerersatz dient. 

Eine amerikanische Studie hat nachgewiesen, dass genau dieser Süßstoff jedoch für Heißhungerattacken verantwortlich ist, was schlussendlich darin mündet, dass du deutlich mehr isst. 

Der Grund ist einfach und plausibel: Dein Körper wird bei der Zufuhr von Süßstoff getäuscht. Er erwartet eigentlich Zucker und kurbelt die Produktion von Insulin an (mehr zu diesem Thema im Beitrag Weg der Nahrung). Dadurch sinkt der Blutzuckerspiegel was deinem Körper wiederum signalisiert, dass sich zu wenig Nährstoffe im Blut befinden. 

Das Resultat: ein stetiges Hungergefühl. 

Süßstoff kommt genau aufgrund dieses Phänomens übrigens in hohen Mengen in Mastbetrieben zum Einsatz!

Noch eine weitere Problematik kommt bei Light-Produkten zum Tragen: Teilweise ist zwar der Fettgehalt reduziert, dafür jedoch der Zuckergehalt extrem erhöht. Somit ist die Kalorienbilanz nahezu unverändert, dafür das Nahrungsmittel jedoch gespickt mit dem Kurzzeit-Energielieferant Zucker. 

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Nun kommt der echte Hammer…

Light-Produkte fördern nicht nur Heißhungerattacken, sondern nach neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen auch das Herzinfarkt-Risiko.

Unser Rat lautet: Finger weg von Light-Produkten!

👍 Diese Quellen stimmen zu

Light-Produkte machen nicht zwangsläufig dick

Wissenschaftliche Studien, die eindeutig belegen, dass Light-Produkte die Gewichtszunahme sogar fördern, gibt es nicht. Hier ein interessanter Artikel zu diesem Thema.

👎 Diese Quellen widersprechen

Interview des NDR mit diversen Ärzten und Professoren 

Das Ergebnis dieses Interviews ist eindeutig und unmissverständlich: Light-Produkte sind keine Hilfe beim Abnehmen. (Link zur Quelle, abgerufen am 23.01.2021)

WHO Studie: Light Produkte fördern HF-Risiko

Eine Untersuchung diverser Light-Produkte kam zu dem Ergebnis, dass diese das Herzinfarktrisiko deutlich erhöhen. (Link zur Studie, abgerufen am 23.01.2021)

Studie: Süßstoff fördert den Hunger

Eine Studie aus dem Jahr 2010 kam zu dem Ergebnis, dass Süßstoff das Hungergefühl fördern kann. (Link zur Quelle, abgerufen am23.01.2021)

Schokolade ist ungesund

Süßigkeiten, insbesondere Schokolade, sind aufgrund ihres hohen Zuckeranteils ein echter Dickmacher. 

Ist Schokolade gesund? Ist Kakao gesund? Schokolade unter der Lupe

Diese Tatsache ist schlichtweg nicht von der Hand zu weisen. 

Es wäre jedoch völlig falsch, Schokolade kategorisch als ungesund einzustufen. 

Es kommt nämlich entscheidend auf zwei Faktoren an, wie gesund oder ungesund ein Stück Schokolade für deinen Körper ist:

  1. Die zugeführte Menge
  2. Der Kakaoanteil

Unstrittig ist, dass eine Tafel weiße Schokolade pro Tag weder deiner Figur noch deinem Körper etwas Gutes tut. Bei einem Stück dunkler Schokolade mit einem sehr hohen Kakaoanteil sieht das hingegen ganz anders aus.

Es kommt also auf die Art der Schokolade an! 

So haben Studien beispielsweise nachgewiesen, dass die im Kakao enthaltenen Polyphenole eine positive Auswirkung auf Fettablagerungen in Arterien entfalten. 

Nicht zu vernachlässigen ist außerdem die psychische Wirkung eines Stückchens Schokolade: Da wir dieses in der Regel als Belohnung empfinden, kann sie für gute Laune sorgen und dadurch deine Motivation beim Abnehmen aufrechterhalten. 

Mehr zu diesem Thema verrät unser ausführlicher Beitrag zum Thema Schokolade.

👍 Diese Quellen stimmen zu

Schokolade ist nicht generell ungesund. Allerdings werden die positiven Eigenschaften, die Schokolade auf deinen Körper auswirken kann, dem Kakao in der Schokolade zugeschrieben.

Je höher der Kakaoanteil, desto besser.

👎 Diese Quellen widersprechen

Studie: Dunkle Schokolade ist gesund

Eine Studie des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung brachte das Ergebnis, dass ein Stück dunkle Schokolade (Kakaoanteil über 50 %) sehr positiv für unsere Gesundheit ist und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken kann. (Link zur Quelle, abgerufen am 23.01.2021)

Studie: Flavonoiden beeinflussen Gehirn und Denkleistung positiv

Im Rahmen einer Studie konnte belegt werden, dass die in dunkler Schokolade enthaltenen Flavonoiden einen positiven Einfluss auf unser Gehirn und die Denkleistung haben. (Link zur Quelle, abgerufen am 23.01.2021)

Studie: Dunkle Schokolade mindert Entzündungen im Körper

Im menschlichen Verdauungstrakt existieren zwei Arten von Bakterien – die „guten“ und die „schlechten“. Die guten Darmbakterien ernähren sich von Schokolade und wachsen dadurch und fermentieren die Schokolade. So entsteht eine entzündungshemmende Wirkung. (Link zur Quelle, abgerufen am 23.01.2021)

Studie: Schokolade regt den Stoffwechsel an

Im Rahmen einer Studie kamen Forscher zu dem Ergebnis, dass der Konsum von Schokolade offensichtlich den Stoffwechsel anregen würde. (Link zur Quelle, abgerufen am 23.01.2021)

Obst macht nicht dick

Es ist definitiv eine gute Idee, ungesunde Naschereien wie Chips oder Schokoriegel durch Obst zu ersetzen, wenn du abnehmen möchtest. 

Allerdings solltest du auch hier unbedingt auf die Menge achten!

Es stimmt zwar, dass Fruchtzucker aufgrund der in Früchten enthaltenen Ballaststoffe nicht ganz so schlimm für die Figur ist wie raffinierter Zucker, vollkommen unbedenklich ist er trotzdem nicht. 

Der Mythos, dass du von Obst überhaupt nicht zunimmst ist definitiv falsch. 

Hier kommt die Erklärung…

Zunächst einmal eine wichtige Erkenntnis: Zwischen einem Löffel Haushaltszucker und einem Löffel Fruchtzucker besteht kein Unterschied. Schlimmer noch, Fructose verwandelt sich sogar deutlich schneller in ungewollte Fettpolster. Das ergab zumindest eine Studie vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung. Eine Studie aus Kalifornien hat gezeigt, dass es sich hierbei hauptsächlich um Bauchfett handelt.  

Obst macht also dick! Das ist unumstritten. 

Es lässt zwar den Blutzucker nicht so schnell ansteigen wie Haushaltszucker, ist aber streng genommen nichts anderes. 

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Insbesondere Birnen, Äpfeln, Weintrauben oder Kirschen enthalten hohe Mengen an Fructose. Auch bei Trockenobst wie Rosinen und tropische Früchte im Allgemeinen solltest du unbedingt vorsichtig sein.  

Sehr zu empfehlen sind hingegen:

  • Honigmelonen
  • Aprikosen
  • Pfirsich
  • Blaubeeren
  • Erdbeeren

Wie so häufig gilt auch hier: Die Dosis macht das Gift.

Ein Apfel ist sicherlich nicht schädlich, sondern ein gesunder Snack, den du jederzeit einem Schokoriegel vorziehen solltest. Du solltest allerdings darauf verzichten, jeden Abend eine Schüssel mit Obstsalat zu essen 😉

👍 Diese Quellen stimmen zu

Metastudie: Obstkonsum macht schlank

Eine umfangreiche Untersuchung vorhandener Studien ergab, dass die Völker, deren Ernährung große Mengen Obst beinhaltet, weniger zu Fettleibigkeit neigen.

In der täglichen Ernährung scheint das Ersetzen der energiedichten Nahrung durch eine erhöhte Fruchtmenge umgekehrt mit der Gewichtszunahme zu korrelieren. Der zugrunde liegende Mechanismus, der für die Wirkung von Früchten gegen Fettleibigkeit verantwortlich ist, ist nicht klar verstanden. Eine logische Erklärung für die Gewichtsreduktion durch Obstkonsum kann eine Verringerung der Gesamtenergiezufuhr und eine daraus resultierende Verbesserung des Energieungleichgewichts sein.

(Link zur Quelle, abgerufen am 25.01.2021)

👎 Diese Quellen widersprechen

Studie: Fett in Kombination mit Fructose führt zu Übergewicht

Im Rahmen von fettreichen Diäten kann Fructose die Gewichtszunahme erheblich fördern. 

Fructose wirkt fast so, als würde man der Ernährung mehr Fett hinzufügen. Dies steht im Gegensatz zu dem Effekt, der von Glucose ausgeht. Glucose fördert die Fähigkeit der Leber, Fett zu verbrennen, und trägt somit tatsächlich zu einem gesünderen Stoffwechsel bei.

Dr. C. Ronald Kahn, Professor für Medizin an der Harvard Medical School (Link zur Quelle, abgerufen am 25.01.2021)

Studie: Fettleibigkeit durch zuckerhaltige Getränke

Eine Studie aus dem Jahr 2017 zeigt, dass der erhöhte Konsum von fructosehaltigen Getränken zu Fettleibigkeit führen kann. Im Rahmen der Studie wurde Ratten über einen Zeitraum von 8 Wochen Fructose und Saccharose verabreicht. Die Tiere, die Fructose erhielten, nahmen deutlich mehr an Gewicht zu – obwohl es zwischen beiden Gruppen keinen Unterschied in der aufgenommenen Kalorienmenge gab. (Link zur Quelle, abgerufen am 25.01.2021)

Studie: Fructose führt zu Fettleibigkeit und kognitivem Verfall

Jüngste Erkenntnisse legen nahe, dass der Konsum von Fructose mit Gewichtszunahme, Fettablagerung und beeinträchtigter kognitiver Funktion verbunden ist. Es ist jedoch unklar, ob die schädlichen Auswirkungen durch Fructose selbst oder durch die gleichzeitige Erhöhung der Gesamtenergiezufuhr verursacht werden.

Link zur Quelle, abgerufen am 25.01.2021

Viel Schlaf ist wichtig beim Abnehmen

Gesunder Schlaf ist enorm wichtig. Er beeinflusst nicht nur dein Energielevel über den Tag, sondern ist auch ein wichtiger Faktor beim Abnehmen. 

Fakt ist: Zu wenig Schlaf macht hungrig. 

Eine Studie hat gezeigt, dass bei Kurzschläfern deutlich mehr vom Hormon Ghrelin produziert wird, das auch als Appetit-Hormon gilt. Ghrelin macht aber nicht nur hungrig, sondern verhindert auch, dass Fettspeicher abgebaut werden. Zusätzlich wird das „Sättigungshormon“ Leptin in deinem Körper verringert.

Ein gesunder Schlaf hat aber noch einen weiteren Vorteil, wenn du abnehmen möchtest: Je länger du schläfst, desto mehr Zeit hat dein Stoffwechsel für den Fettabbau. Bereits 1,5 Stunden nach dem Einschlafen beginnt nämlich der Stoffwechsel zu arbeiten und Fett zu verbrennen.

Es stimmt also, dass dein Schlaf maßgeblich deine Erfolge beim Abnehmen bestimmt.

👍 Diese Quellen stimmen zu

Studie: Wenig Schlag erhöht Ghrelin-Spiegel

12 junge Männer wurden über 4 Tage begleitet: 2 Tage extremer Schlafentzug, 2 Tage verlängerte Schlafdauer. Das Ergebnis ist eindeutig.

Eine kurze Schlafdauer bei jungen, gesunden Männern ist mit einem verringerten Leptinspiegel, einem erhöhten Ghrelinspiegel sowie einem erhöhten Hunger und Appetit verbunden. 

Link zur Quelle, abgerufen am 26.01.2021

Studie: Unzureichender Schlaf führt zu Fettleibigkeit

Im Rahmen einer Metastudie wurden 21 Studien die sich mit dem Zusammenhang von Schlaf und Körpergewicht beschäftigten, untersucht.

Das Ergebnis:

International zeigen Querschnittsstudien einen signifikanten negativen Zusammenhang zwischen Schlafdauer und Taillenumfang, was auf kürzere Schlafdauern mit zentraler Adipositas hinweist.

Link zur Quelle, abgerufen am 26.01.2021

 

👎 Diese Quellen widersprechen

Wir konnten keine Quellen finden, die einer gegenteiligen Meinung waren.

Um abzunehmen musst du hungern

Der schlimmste, falscheste und wirklich dämlichste (verzeih die Wortwahl) Abnehm-Mythos ist dieser: Wer hungert, nimmt auch ab. Das Gegenteil ist nämlich der Fall. Wenn du zu wenig isst, nimmst du zu!

Hunger ist in der Regel verbunden mit einem sehr hohen Kaloriendefizit, also einer Energiezufuhr, die weit unter deinem Grund- bzw. Gesamtumsatz liegt. Ein Phänomen, das meiste bei radikalen Crash-Diäten zu finden ist. 

Das Problem ist nur, dass durch solche radikalen Maßnahmen dein Körper von einer ernsthaften Notsituation ausgeht und seinen Energiebedarf so weit wie nur möglich herunterfährt. Das ist nicht nur gefährlich für deine Gesundheit, sondern führt garantiert auch zu regelmäßigen Heißhungerattacken und wenn du irgendwann wieder normal isst (was du garantiert tun wirst) zum gefürchteten Jojo-Effekt.

Und es kommt noch fataler. 

Klar wirst du durch solche radikalen Maßnahmen abnehmen. Zumindest in den ersten Tagen bzw. Wochen. Allerdings wird sich früher oder später der Plateau-Effekt einstellen, da sich dein Energieumsatz an die neue Ernährung und auch den neuen Körperzustand (du hast ja bereits abgenommen) angepasst hat. 

Heißt: Du nimmst nicht weiter ab, wenn du die Energiezufuhr nicht weiter herunterfährt. Eine Radikal-Diät von der Radikal-Diät sozusagen. Dadurch setzt du eine Abwärtsspirale in Gang, die sich immer weiter nach unten dreht.

Also: Finger weg!

Abnehmen ist ein langfristiger Prozess und sollte NIEMALS mit Hunger verbunden sein. Wenn dich ein stetiges Hungergefühl plagt, machst du etwas falsch.

👍 Diese Quellen stimmen zu

Keine Quellen, kein Ernährungswissenschaftler wird dieser These zustimmen. 

👎 Diese Quellen widersprechen

Studie: Hunger führt zu tiefgreifenden Stoffwechselproblemen

Wenn du über einen längeren Zeitraum nicht genug isst, schaltet dein Körper im wahrsten Sinne des Wortes in den Notbetrieb. Dein Stoffwechsel verlangsamt sich und du gefährdest deine Gesundheit. Dies zeigte auch eine Studie:

Akuter Hunger führt zu tiefgreifenden kardiovaskulären und metabolischen Veränderungen

Link zur Quelle, abgerufen am 26.01.2021

Diäten führen zu Übergewicht

Ein schweizer Ärzteportal berichtet über den Hungerstoffwechsel. Es schreibt:

Je mehr Diäten jemand macht, desto üppiger fallen die Fettdepots aus und desto stärker wird der Grundumsatz zwischen den Diäten abgesenkt. Das ist der Grund, weshalb das Abnehmen viel schwerer oder sogar unmöglich wird, wenn jemand eine Diät nach der anderen macht. 

Link zur Quelle, abgerufen am 26.01.2021

 

Dr. Johannes Wimmer: Die größten Abnehmfehler

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Ohne Frühstück nimmt man schneller ab

Seit Jahren hält sich die These, man würde durch das Auslassen des Frühstücks und die damit verbundene Kalorien-Ersparnis abnehmen. 

Das Frühstück auslassen, um abzunehmen? Du sparst auf jeden Fall Kalorien ein und reduzierst deine Kalorienaufnahme

Das ist zunächst einmal nicht falsch – natürlich sparst du die Kalorien des Frühstücks ein.

Die Frage ist jedoch: zu welchem Preis?

Die Kurzzeit-Energiespeicher deines Körpers (ugs. auch Kohlenhydratspeicher genannt) werden in der Nacht i.d.R. nahezu vollständig gelehrt. Dies führt dazu, dass dein Körper nach dem Aufstehen rasch nach neuer Energie verlangt. Wer das Frühstück auslässt, riskiert Heißhungerattacken zur Mittagszeit, welche die am Morgen eingesparten Kalorien schnell wieder zunichtemachen. 

Soweit zur grundsätzlichen Betrachtungsweise. 

Wie sieht die Wissenschaft dieses Thema?

Eine breit angelegte Metastudie aus dem Jahr 2018 zeigt jedoch ganz klar auf, dass es nicht eindeutig belegt ist, ob das Auslassen des Frühstücks nun förderlich oder kontraproduktiv für die Gewichtsabnahme ist. Betrachtet wurden hierbei immerhin 600 bereits durchgeführte Studien von 1990 bis 2018. 

Das bedeutet: Es ergibt keinen Sinn, dass du dich zu einem Frühstück zwingst, wenn du am Morgen keinen Hunger verspürst. Auf der anderen Seite kannst du ohne schlechtes Gewissen etwas frühstücken. Auch dann, wenn du abnehmen möchtest. 

Wichtig ist, was du zum Frühstück isst. Achte auf vollwertige Kohlenhydrate, gesunde Fette und natürliches Protein. So startest du gut gestärkt in den Tag. Vom Croissant mit Nutella, Bratkartoffeln und in heißem Fett gebadetem Speck raten wir hingegen ab.

👍 Diese Quellen stimmen zu:

Studie: Ohne Frühstück nimmst du ab

Eine breit angelegte Metastudie kam zu folgendem Schluss:

Diese Studie legt nahe, dass die Zugabe von Frühstück möglicherweise keine gute Strategie zur Gewichtsreduktion ist, unabhängig von der etablierten Frühstücksgewohnheit. Vorsicht ist geboten, wenn Sie das Frühstück zur Gewichtsreduktion bei Erwachsenen empfehlen, da dies den gegenteiligen Effekt haben kann.

Allerdings wird ausdrücklich betont:

Da die Qualität der eingeschlossenen Studien größtenteils gering war, sollten die Ergebnisse mit Vorsicht interpretiert werden. 

Link zur Quelle, abgerufen am 28.01.2021

 

👎 Diese Quellen widersprechen

Studie: Kein Gewichtsverlust durch Verzicht auf Frühstück

Eine Studie aus 2014 kam zu dem Ergebnis, dass trotz Auslassen des Frühstücks keine Gewichtsabnahme zu beobachten war.

Eine Empfehlung, das Frühstück zur Gewichtsreduktion zu essen oder auszulassen, war wirksam, um die selbst berichteten Essgewohnheiten beim Frühstück zu ändern. Entgegen weit verbreiteten Ansichten hatte dies jedoch keinen erkennbaren Einfluss auf die Gewichtsreduktion bei frei lebenden Erwachsenen, die versuchten, Gewicht zu verlieren.

Link zur Quelle, abgerufen am 28.01.2021

 

Wer auf Kohlenhydrate verzichtet (Low Carb) nimmt ab

Low Carb ist eine der beliebtesten – wenn nicht sogar DIE beliebteste – Ernährungsform, wenn es um das Abnehmen geht. 

Der Tenor: Verzichte auf Kohlenhydrate und du nimmst ab.

Aber entspricht das wirklich der Wahrheit? 

Es ist richtig, dass Kohlenhydrate dem Körper nur kurzzeitig Energie liefern und die Kurzzeit-Energiespeicher in der Leber nicht sonderlich groß sind. Überschüssige Energie wird dabei unter anderem in die Fettdepots transportiert und die Pölsterchen wachsen. 

Du musst jedoch deswegen nicht auf Kohlenhydrate verzichten!

Wichtig ist vielmehr, welche Art von Kohlenhydraten du zu dir nimmst. Verzichte, wenn möglich auf Weißmehl-Nudeln oder Weißbrot (du nimmst jedoch auch davon nicht schlagartig zu) und vertraue vermehrt auf Vollkorn. 

Fakt ist: Kohlenhydrate werden verteufelt, obwohl sie grundsätzlich nicht so schlecht sind, wie ihr Ruf. 

Den Beweis liefern nicht nur zahlreiche Studien, sondern auch die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Hier wird nahegelegt, knapp 50 Prozent der täglich benötigten Energie über Kohlenhydrate zu beziehen. 

Kohlehydrate ganz aus dem Ernährungsplan zu streichen ist also schlichtweg falsch. 

Übrigens: Die Insulinempfindlichkeit deines Körpers ist morgens am höchsten. Daraus resultiert, dass der Blutzuckeranstieg am Morgen am geringsten ist, wenn du Kohlenhydrate zu dir nimmst.

Dennoch ist nicht von der Hand zu weisen, dass es Studien gibt die belegen, dass du abnimmst, wenn du auf Kohlenhydrate verzichtest. 

Hier lässt sich also definitiv kein abschließender Rat geben. 

👍 Diese Quellen stimmen zu

Studie: Vergleich zweier Diäten

Im Rahmen einer Studie verglichen Forscher eine „kein Fett-Diät“ mit einer „keine-Kohlenhydrate-Diät“. 

Das Ergebnis: Der Gewichtsverlust ohne Kohlenhydrate betrug 5,8 Kg, der ohne Fett lediglich 1,9 Kg. 

Link zur Quelle, abgerufen am 29.01.2021

Prof. Dr. Kurscheid im Interview

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

 

👎 Diese Quellen widersprechen

Studie: Kohlenhydrat-Verzicht gegen Fettleibigkeit

Eine Studie beobachtet einen starken Gewichtsverlust nach einem Verzicht auf Kohlenhydrate – allerdings nur für die ersten 3 Monate. Nach 12 Monaten war dieser Effekt völlig verschwunden. 

Link zur Quelle, abgerufen 29.01.2021

 

🏁 Hinweis

Diese beiden Studien stehen symbolisch für die Uneinigkeit der Forschung zu diesem Thema. Daher führen wir hier keine weiteren Studien auf.

Eine Sammlung aller Studien findest du hier.

Du kannst im Schlaf abnehmen

Schlank schlafen – geht das wirklich? Können wir wirklich im Schlaf abnehmen? 

Fakt ist, dass der Körper auch während wir schlafen, Energie benötigt und dementsprechend Kalorien verbraucht. Schließlich müssen wichtige Körperfunktionen wie die Atmung oder der Herzschlag aufrechterhalten werden. 

Da die durchschnittliche Schlafdauer immerhin 8 Stunden beträgt, könnte hier also ein ordentlicher Kalorienverbrauch Zustande kommen.

Rechnen wir es aus!

Gemäß dem GesundePfunde Kalorienrechner beträgt der Grundumsatz (das ist genau der Kalorienverbrauch, um die oben genannten Funktionen aufrecht zu halten) einer 40-jährigen Frau mit 65 Kg bei 170 cm stolze 1354 kcal pro Tag. Teilen wir diese Summe nun durch 24 Stunden, erhalten wir einen stündlichen Kalorienverbrauch von 56,5 kcal. Dies wiederum auf 8 Stunden Schlaf umgerechnet, führt zu einem Verbrauch von 451,2 kcal.   

Wir halten also zunächst fest: Dein Körper verbraucht im Schlaf eine ordentliche Anzahl an Kalorien.  

Das war aber noch nicht alles!

Im Schlaf setzt der Regenerationsstoffwechsel ein. Dein Körper repariert Zellen und regeneriert Muskeln- und Knochenstrukturen. Die hierfür benötigte Energie wird aus dem Fettgewebe gewonnen. Das macht sich unter anderem dadurch bemerkbar, dass sich deine Haut nach dem Aufstehen deutlich straffer anfühlt. 

Übrigens: Es ist richtig, dass du nach dem Aufstehen auch deutlich weniger wiegst. Das hat allerdings weniger mit einem grundsätzlichen Gewichtsverlust, sondern lediglich mit dezimierten Wassereinlagerungen zu tun, die dein Körper in der Nacht verbraucht. 

Halten wir also fest: Schlafen macht nicht per se schlank. Während du schläfst, verbrennst du allerdings weiterhin Energie bzw. Kalorien, obwohl du dich nicht bewegst. Außerdem benötigt dein Stoffwechsel in der Nacht Energie, um deinen Körper zu regenerieren. Energie, die aus den Fettdepots gezogen wird. 

👍 Diese Quellen stimmen zu

Schlechter Schlaf führt zu Stoffwechselproblemen

👎 Diese Quellen widersprechen 

Fett macht fett und übergewichtig

Macht Fett wirklich dick?

Bei kaum einem anderen Abnehm-Mythos trifft „kommt darauf an“ so zu wie hier. Fett macht nämlich nicht dick. Vorausgesetzt, du vertraust auf das richtige Fett. 

Auch wenn Fett viele Kalorien enthält (9 Kalorien / Gramm), können es sogar gesund sein. Gemeint sind hier aber keine fettigen Chips am Abend oder vor Fett triefender Bacon am Morgen. Vielmehr hochwertige Omega-3-Fettsäuren, wie sie beispielsweise in Oliven- oder Sonnenblumenöl, Avocados oder Nüssen aber auch in Fischen wie z.B. Hering enthalten sind. 

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Generell gilt: Meide sogenannte Transfette, die häufig in industriell verarbeiteten Lebensmitteln, insbesondere Margarine, vorkommen und vertraue auf gesunde Omega-3-Fette. Diese sind sehr gesund für deinen Körper und können außerdem sogar beim Abnehmen unterstützen, indem sie für ein lange anhaltendes Sättigungsgefühl sorgen.

👍 Diese Quellen stimmen zu

Keine Quelle stimmt hier zu

👎 Diese Quellen widersprechen

Studie TU München: Olivenöl macht satt

Im Rahmen einer Studie wurde die Sättigungswirkung von Fett untersucht. Hierfür wurden alle Studienteilnehmer in vier Gruppen unterteilt und erhielten unterschiedliche Fette: Schweineschmalz, Milchfett, Raps- und Olivenöl.

Das Ergebnis: Olivenöl macht satt. 

Professor Peter Schieberle gibt an: 

Bei diesen Probanden stellten wir eine erhöhte Konzentration des Sättigungshormons Serotonin im Blut fest; zudem beurteilten sie den Olivenöl-Joghurt subjektiv als sehr sättigend

Link zur Quelle, abgerufen am 30.01.2021

Ernährungstrainerin gegenüber Welt

Die renommierte Ernährungstrainerin Sabine Grohn äußerte gegenüber Welt in einem Interview: 

Fette (ungesättigte Fettsäuren) machen satt und nehmen den Appetit auf Süßes

Link zur Quelle, abgerufen am 30.01.2021

Randomisierte Studie: Fischöl reduziert das Gewicht nicht

Eine randomisierte Studie kam zu dem Ergebnis, dass Fischöl das Abnehmen unterstützen kann. 

Aktuelle Erkenntnisse können eine genaue Rolle von n-3 mehrfach ungesättigten Fettsäuren (PUFAs) bei übergewichtigen / fettleibigen Personen nicht gegen Fettleibigkeit belegen. Diese Probanden können jedoch von einer Reduzierung des Bauchfetts durch eine Fischölergänzung profitieren, insbesondere in Kombination mit einer Intervention zur Veränderung des Lebens. 

Link zur Quelle, abgerufen am 30.01.2021

Wer am Abend viel isst, nimmt zu

Morgens sollst du essen wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettelmann?

Dieses Sprichwort, das dir mit Sicherheit bekannt ist, hält sich seit vielen Jahrzehnten hartnäckig und führt dazu, dass viele Abnehmwillige das Abendessen verschmähen. 

Dabei ist dieses Sprichwort selbst längst nicht mehr zeitgemäß. Es stammt aus einer Zeit, in der die meisten Menschen ihr Geld mit schwerer körperlicher Arbeit verdienten (z.B. Ackerbau). Ein Frühstück war also zwingend erforderlich, um hierfür optimal gerüstet zu sein. 

Aber was sagt die moderne Wissenschaft dazu? Besitzt das Sprichwort auch heute noch Gültigkeit?

Es gibt noch nicht viele Studien zu diesem Thema. Somit ist es schwierig, ein abschließendes Resümee zu ziehen. Allerdings zeigen die bereits vorhandenen Daten ganz klar eine Tendenz auf: Die Kalorienverbrennung ist nach einer Mahlzeit am Morgen deutlich höher als am Abend. 

Es kann also durchaus sinnvoll sein, beim Abendessen etwas kürzerzutreten und lieber beim Frühstück ordentlich zuzulangen. Hier ist der Glukose-Anstieg und die Insulinausschüttung nämlich im Vergleich deutlich geringer.

Wie gesagt: Das ist lediglich ein Anhalt. Ein abschließendes Fazit lässt sich aufgrund fehlender Studien hier leider nicht ziehen.

👍 Diese Quellen stimmen zu

Uni Lübeck: Kalorienverbrennung morgens besser

Eine Studie der Uni Lübeck kam zu dem Ergebnis, dass beim Frühstück doppelt so viel Energie verbrannt wird wie beim Abendessen. 

Ein ausgiebiges Frühstück sollte einem üppigen Abendessen vorgezogen werden, um Übergewicht oder Blutzuckerspitzen bei Diabetes mellitus zu vermeiden.

Link zur Quelle, abgerufen am 30.01.2021

Biochemikerin Linda Morgan von der University of Surrey

Die Biochemikerin Linda Morgan von der University of Surrey in England hat in mehreren Studien untersucht, wie sich späte, opulente Mahlzeiten physiologisch auswirken. Demzufolge bewirkt dieselbe Mahlzeit abends einen deutlich stärkeren Anstieg des Blutzucker- und Insulinspiegels als morgens. Laut Morgan ist es für die Gesundheit vorteilhaft, morgens und mittags mehr und abends deutlich weniger Kalorien aufzunehmen.

Link zur Quelle, abgerufen am 30.01.2021

Studie: Thermogenese am Morgen besser als am Abend

Eine brandaktuelle Studie aus 2020 kam zu dem Ergebnis, dass die Thermogenese am Abend deutlich geringer ist als am Morgen.

Die DIT ist morgens deutlich höher als abends, unabhängig von der verbrauchten Kalorienmenge. Das heißt, diese physiologische Rhythmizität bleibt während der hypokalorischen Ernährung erhalten. Ausgiebiges Frühstück sollte daher großen Abendessen vorgezogen werden, um Fettleibigkeit und hohe Blutzuckerspitzen auch unter hypokalorischen Bedingungen zu vermeiden.

Link zur Quelle, abgerufen am 30.01.2021

👎 Diese Quellen widersprechen

Aussage der deutschen Gesellschaft für Ernährung

Frage: Muss das Essen in den Abendstunden reduziert bzw. ganz unterlassen werden, um einer Gewichtszunahme vorzubeugen oder schneller abzunehmen?

Antwort: Die wenigen Untersuchungen, die es zu diesem Thema gibt, sind insgesamt widersprüchlich. Daher gilt weiterhin, dass die über den ganzen Tag aufgenommene bzw. verbrauchte Energiemenge ausschlaggebend für das Köpergewicht ist.

Link zur Quelle, abgerufen am 30.01.2021

Snacks und Zwischenmahlzeiten fördern Übergewicht

Fragst du 10 Ernährungsexperten zur optimalen Mahlzeitenverteilung, bekommst du wahrscheinlich 10 verschiedene Empfehlungen:

Während dir einige Experten zu vielen kleinen Mahlzeiten raten, werden dir andere empfehlen, klassisch auf Frühstück, Mittagessen und Abendessen zu vertrauen. 

Beide Richtungen haben ihre Vor- und Nachteile. Ein definitives „richtig“ oder „falsch“ gibt es aufgrund sehr unterschiedlicher Studienergebnisse schlichtweg nicht. Das größte Problem ist es hier, die Begriffe „Snacks“ und „Zwischenmahlzeit“ überhaupt zu definieren. Ein Snack kann ein Schokoriegel, ein Apfel oder aber ein Burger bei McDonald’s sein.

Für mehrere Mahlzeiten pro Tag könnte sprechen, dass sich auf diese Weise vermutlich das Hungergefühl deutlich besser steuern lässt und sich somit Heißhungerattacken gezielt umgehen lassen. Insbesondere, indem ein starker Abfall der Blutglukose-Konzentration vermieden wird, die häufig zu Hunger führt. 

Auf der anderen Seite steigt der Blutzuckerspiegel nach jeder Mahlzeit an, woraufhin auch Insulin ausgeschüttet wird, das gerne als „Dickmacher-Hormon“ bezeichnet wird. Folglich führen mehrere Mahlzeiten auch zu einer höheren Insulinausschüttung. 

Letztendlich ist es unklar, ob überhaupt ein Zusammenhang zwischen der Mahlzeitenverteilung und dem Gewicht besteht. 

Wir empfehlen: Mach es so, wie du am besten damit klarkommst. 

👍 Diese Quellen stimmen zu

Studie: BMI steigt mit Mahlzeitenmenge

Eine Studie aus 2017 kam zu dem Ergebnis, dass der BMI mit zunehmender Menge an Mahlzeiten anstieg. 

Probanden, die 1 oder 2 Mahlzeiten / Tag aßen, hatten eine Verringerung des BMI pro Jahr im Vergleich zu denen, die 3 Mahlzeiten / Tag aßen. Andererseits war das Essen von> 3 Mahlzeiten / Tag (Naschen) mit einem relativen Anstieg des BMI verbunden

Link zur Quelle, abgerufen am 31.12.2021

👎 Diese Quellen widersprechen

Harvard Universität: Übergewichtige essen weniger häufig

Die Harvard Universität kam zu dem Ergebnis, dass Übergewichtige dazu neigen, weniger Mahlzeiten pro Tag zu essen.

Es scheint eine umgekehrte Assoziation zwischen Gewicht und Essfrequenz zu geben. Das heißt, je schwerer eine Person ist, desto seltener essen sie. 

Link zur Quelle, abgerufen am 31.01.2021

DGE Untersuchung

Eine umfangreiche Untersuchung der aktuellen Studienlage durch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung führte zu dem Ergebnis, dass es keine klare Empfehlung zur Frequenz der Nahrungsaufnahme gibt.

Zurzeit kann keine wissenschaftlich gesicherte Aussage hinsichtlich des Zusammenhangs zwischen Mahlzeitenfrequenz und Körpergewichtsregulation bei gesunden Erwachsenen gegeben werden, so dass die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) keine diesbezügliche Empfehlung ausspricht.

Link zur Quelle, abgerufen am 31.01.2021

Frieren macht schlank

Hast du schon einmal etwas vom sogenannten “Brrrn-Workout” gehört? 

Hierbei handelt es sich um ein spezielles Fitnesstraining, das in sehr kalten Räumen bei einer Umgebungstemperatur von 10 Grad stattfindet. 

Die Theorie: Bei Kälte nimmst du schneller ab.

Diese These beruht auf der sogenannten Thermogenese deines Körpers: Ist die Umgebungstemperatur deutlich unter der angestrebten Körpertemperatur von 37 °C, muss der Körper Energie aufbringen, um seine Temperatur zu halten. 

Und tatsächlich bestätigen erste Studien diese Annahme. So fanden unter anderem japanische Wissenschaftler heraus, dass Frieren zur Reduzierung von braunem Fett beitragen kann. Auch im Rahmen einer Hamburger Studie an Mäusen wurde dies bestätigt. 

Es kann also hilfreich sein, die Temperatur bei einem Fitness-Workout etwas herunterzufahren. 

Von dauerhaftem „frieren für die Traumfigur“ raten wir hingegen ab 😂

👍 Diese Quellen stimmen zu

Studie: Frieren aktiviert braunes Fettgewebe

Durch Frieren kannst du braunes Fettgewebe aktivieren. Allerdings ist dieser Effekt vor allem bei schlanken Menschen zu beobachten.

Brown-adipose-tissue activity was observed in 23 of the 24 subjects (96%) during cold exposure but not under thermoneutral conditions. The activity was significantly lower in the overweight or obese subjects than in the lean subjects.

Link zur Quelle, abgerufen am 31.01.2021

Studie: Kälte reduziert Körperfett

Im Rahmen einer japanischen Studie musste sich zwölf Teilnehmer für insgesamt 6 Wochen täglich 2 Stunden in einem Raum (17 Grad) aufhalten. Das Ergebnis: Der Körperfettanteil sank um 5 Prozent. Im Vergleich zur Kontrollgruppe, die diesem Effekt nicht ausgesetzt war, war der Kalorienverbrauch täglich 180 kcal höher. 

Link zur Quelle, abgerufen am 31.01.2021

👎 Diese Quellen widersprechen

Der Effekt der Thermogenese ist bekannt. Keine Quellen widersprechen hier.

Sex hilft beim Abnehmen

Sex ist die schönste Nebensache der Welt. 

Wäre es da nicht schön, wenn du durch häufigen Sex mit der/dem Liebsten auch noch die Pfunde zum Purzeln bringen lassen könntest? 

Diese Vorstellung ist allerdings wirklich zu schön um wahr zu sein. Denn der Kalorienverbrauch ist beim Sex deutlich geringer, als du vielleicht annehmen würdest. Gerade einmal 101 Kalorien (Mann) bzw. 69 Kalorien (Frau) verbrauchst du während einer 25-minütigen Aktivität.

Da ist sogar Staubsaugen mit ca. 212 Kalorien / Stunde effektiver. 

Kalorienverbrauch beim Sex – Welt, abgerufen am 31.01.2021

Übergewicht ist teilweise genetisch bedingt

Viele Menschen sind nach wie vor der Meinung, dass Übergewicht einzig und allein auf fehlende Bewegung und zu viel Nahrung zurückzuführen ist. Dass Adipositas (Fettleibigkeit) eine Krankheit ist, die auch in den Genen verankert sein kann, verneinen die Meisten. 

Den Gegenbeweis liefert Prof. Dr. Peter Kovacs, ein anerkannter Wissenschaftler auf dem Gebiet der Genetik. 

Wichtig zu verstehen ist hierbei: Die Gene sind nicht allein für Übergewicht verantwortlich. Das ist lediglich bei ca. 5 Prozent aller Übergewichtigen der Fall. Vielmehr ist es eine Kombination von Umwelteinflüssen und „schlechten“ Genen, die zu Übergewicht führen kann. 

Es gibt sogar ein Gen, das die Fettverteilung im Körper steuert (FTO für „fat mass and obsesity associated“). 

Gene können also tatsächlich einen Einfluss auf dein Gewicht haben.

👍 Diese Quellen stimmen zu

Pressemitteilung Uniklinik Leipzig

Genetisch bedingt bedeutet, dass Adipositas zum Teil erblich ist. Die Gene selbst sind allerdings in den seltensten Fällen ausschließlich für Adipositas verantwortlich – das trifft in nur fünf Prozent aller Fälle zu. Die Ursachen von Adipositas sind ein Zusammenspiel aus verschiedenen Umweltfaktoren.

Link zur Quelle, abgerufen am 31.01.2021

Gesamtübersicht der Studienlage

Im Rahmen einer kompletten Analyse der bisher erlangten Studien kamen die Forscher zu dem Ergebnis, dass die Genetik das Gewicht beeinflussen kann.

Link zur Quelle, abgerufen am 31.01.2021

Die Ananas ist ein Fettkiller

Der Ananas wird häufig eine besonders positive Wirkung auf die Fettzellen des Menschen attestiert. Aber was ist dran – kann eine Ananas tatsächlich deine ungeliebten Pfunde zum Schmelzen bringen? 

Der Ananas wird nachgesagt, ein Fettkiller zu sein und dich beim Abnehmen zu untersützen. Stimmt das?

Der Grund für den Mythos liegt im Enzym Bromelain, das in der Ananas enthalten ist. Dieses Bromelain spaltet Milcheiweiß und anderen Proteine und unterstützt dich so bei der Verdauung.  

Im Reagenzglas mag das stimmen. 

In deinem Körper hingegen wird Bromelain sofort verdaut und in kleinste Partikel zerlegt. Es kann seine Wirkung also gar nicht entfalten. 

Die Ananas ist also kein Fettkiller – zumindest bringt die Frucht deine Pfunde nicht alleine zum Schmelzen.

Dennoch kannst du gerne vermehrt zu diesem Obst greifen. Mit 0 Gramm Fett und 56 Kalorien pro 100 Gramm ist die Ananas definitiv ein ideales Lebensmittel beim Abnehmen. Außerdem ist der Vitamin-C- und Kalium-Gehalt extrem hoch.  

👍 Diese Quellen stimmen zu

Es existieren nach wie vor vereinzelte Artikel, die behaupten, die Ananas sei ein Fettkiller. Allerdings ist diese These zwischenzeitlich durch widerlegt. Aus diesem Grund zitieren wir diese Artikel nicht.

Wir sind bei unserer Recherche auf eine Studie gestoßen, die einen positiven Effekt von Ananassaft auf Fettleibigkeit attestiert. Allerdings mit dem Hinweis, dass diese Studie nicht sehr aussagekräftig ist. 

Studie: Ananassaft wirkt gegen Fettleibigkeit

Diese Ergebnisse legen nahe, dass Ananassaft ein tatsächlicher Kandidat gegen Fettleibigkeit ohne offensichtliche schädliche Wirkungen sein könnte. Weitere Studien sind erforderlich, um Wirkstoffe zu trennen und ihre individuelle Wirksamkeit in der Adipositas-Therapie zu bestimmen.

Link zur Quelle, abgerufen am 31.01.2021

👎 Diese Quellen widersprechen

Interview Ernährungsexperte Dr. Stephen Berret

  • Dr. Stephen Barrett von der Quackwatch-Website warnt davor, dass es keine wissenschaftlichen Beweise dafür gibt, dass Bromelain den Gewichtsverlust fördern kann.
  • Darüber hinaus gibt Dr. Barrett an, dass es kein rezeptfreies Produkt gibt, das zu einer Gewichtsreduzierung führen kann, ohne die Menge der täglich aufgenommenen Kalorien zu reduzieren.

Link zur Quelle, abgerufen am 31.01.2021

Grüner Tee hilft beim Abnehmen

Tee trinken gegen Bauchfett. 

Was zunächst klingt wie ein Witz, ist tatsächlich ein ernstgemeinter Tipp. Im Rahmen verschiedener Studien konnte belegt werden, dass grüner Tee bzw. Grüntee-Extrakt tatsächlich bei der Verbrennung von Bauchfett unterstützen kann – am besten in Verbindung mit Lauftraining. 

Wissenschaftler führten im Jahr 2014 folgende Studie durch: Über sechzehn Wochen wurde die Bauchfett-Entwicklung von Mäusen beobachtet, indem vier verschiedene Gruppe aufgestellt wurden, die alle fettreich ernährt wurden:

  1. Gruppe A: Verabreichung von Grüntee-Extrakt
  2. Gruppe B: Vermehrtes Lauftraining
  3. Gruppe C: Eine Kombination aus A und B
  4. Gruppe D: Lediglich fettreiche Nahrung

Das Ergebnis verblüffte die Wissenschaftler

Die Mäuse der Gruppe C waren nach Beendigung der Studie 27 Prozent leichter und zeigten 36,6 Prozent weniger Bauchfett als Kontrollgruppe D. 

Im Rahmen einer weiteren Studie wurde dieser Effekt bestätigt. 

Dennoch solltest du es mit grünem Tee nicht übertreiben. Studien haben nämlich auch gezeigt, dass das im grünen Tee enthaltene EGCG (Epigallocatechingallat) zu erhöhten Leberwerten führen kann, wenn die tägliche Dosis 800 mg überschreitet und die Einnahme 4 Monate oder länger andauerte.

Ein Cheat-Day hilft beim Abnehmen

Viele radikale Diäten arbeiten mit einem sogenannten Cheat-Day (Auch Refeed-Tag oder Schummel-Tag genannt). Dieser dient insbesondere dazu, dem Körper Energie und dem Verstand neue Motivation einzuhauchen. 

Beides soll letztendlich dazu führen, die Diät durchzuhalten, bis das Wunschgewicht erreicht ist. 

Auf Basis wissenschaftlicher Studien lässt sich noch nicht sehr viel über diesen Cheat-Day sagen, die Sinnhaftigkeit ist allerdings sehr umstritten. So betont zum Beispiel Prof. Hans Hauner von der technischen Universität München, dass ein Cheat-Day zu einem rasanten Anstieg des Blutzuckerspiegels und Verstopfungen führen kann. 

Wer längerfristig eine radikale Diät in Verbindung mit regelmäßigen Cheat-Days aufrecht hält, riskiert außerdem eine Störung des Essverhaltens auch nach der Diät.

Unser Rat: Verzichte auf extreme Diäten, dann kannst du auch auf einen Cheat-Day verzichten. Das ist garantiert die bessere Lösung!

👍 Diese Quellen stimmen zu

Studie: Kalorienaufnahme reduziert durch Cheat Day

In einer 12-wöchigen Studie kam das Skidmore College in New York zu dem Ergebnis, dass die Kalorienaufnahme der Teilnehmer mit Cheat Day insgesamt geringer war als ohne.

Link zur Quelle, abgerufen am 31.01.2021

👎 Diese Quellen widersprechen

Professor Hans Hauner, TU München

Der Körper kann tatsächlich auch mit den Massen an Nahrung umgehen und sie verarbeiten, gerät dadurch aber in unnötigen Stress

Marina Lommel, Ernährungswissenschaftlerin

Wichtig ist nur, dass man ihn nicht extrem auslebt, sondern als einen Tag betrachtet, an dem kleine Sünden mal drin sind

Link zur Quelle, abgerufen am 31.01.2021

Dauerhafter Stress macht dick

Die Gleichung für das Wunschgewicht wird häufig sehr vereinfacht dargestellt und sieht in etwa so aus:

Weniger Essen + mehr Sport = Abnehmen

Das ist grundsätzlich richtig, allerdings wird bei dieser Gleichung eine wichtige Variable nicht genügend berücksichtigt. Nämlich dein Hormonhaushalt. Aus diesem Grund muss die Gleichung wie folgt ergänzt werden:

Weniger Essen + mehr Sport + intakter Hormonhaushalt = Abnehmen

Gerade die in deinem Körper befindlichen Hormon beeinflussen nämlich die Fettverbrennung und dein Essverhalten ungemein. Insbesondere ein Hormon kann zum hartnäckigen Gegner werden, wenn du abnehmen möchtest: das „Stresshormon“ Cortisol.

Dieses Hormon ist dafür verantwortlich, dass dauerhafter, chronischer Stress tatsächlich dick macht.  

Cortisol wird nämlich dann ausgeschüttet, wenn sich deine Körper mit einer vermeintlichen Gefahrensituation konfrontiert sieht. Es hilft im Anschluss deinem Körper, diese Stressreaktion zu bewältigen, indem es beispielsweise Fettsäuren freigesetzt und deinen Blutdruck sowie Blutzuckerspiegel ansteigen lässt. 

Aber warum macht Cortisol nun dick?

Ganz einfach: Eigentlich sollte sich das Cortisol-Level in deinem Körper mit Schwinden der Stresssituation wieder normalisieren. Da wir heute jedoch unter permanentem Stress leiden, findet diese Reaktion leider nicht statt. 

Das Resultat: Der Blutzuckerspiegel ist durchgehend hoch, was eine stetige Insulinausschüttung zur Folge hat. Früher oder später sind also Heißhungerattacken vorprogrammiert. Außerdem handelt es sich bei Cortisol um ein kataboles Hormon, weshalb es auch zu einem Muskelabbau beitragen kann (so sinkt dein Kalorienbedarf). 

Es kommt noch schlimmer: Cortisol unterdrückt außerdem die Produktion des Sättigungshormons Leptin.

Kurzum: Dauerstress macht dick und ist einer der größten Störfaktoren beim Abnehmen.

👍 Diese Quellen stimmen zu

Studie Benedikt Lawen

14 Probanden wurden dauerhaftem Stress ausgesetzt. Das Ergebnis ist verblüffend:

Nach dem Stresstest steigerte sich bei allen Männern der Gehalt des Stresshormons Kortison im Blut. Ebenso erhöhte sich der Fettgehalt der Kost um 25 Prozent. Insgesamt aßen die gestressten Männer 41 Prozent mehr als die Kontrollgruppe.

Link zur Quelle, abgerufen am 31.01.2021

Studie: Cortisol führt zu Übergewicht

Stress kann eine wichtige Rolle bei der Entwicklung und Aufrechterhaltung von Fettleibigkeit bei Personen spielen, die eine erhöhte Glukokortikoid-Exposition oder -Empfindlichkeit aufweisen.

Link zur Quelle, abgerufen am 31.01.2021

👎 Diese Quellen widersprechen

Wir haben keine Quellen gefunden, die dieser These widersprechen.

Apfelessig hilft beim Abnehmen

Seite vielen Jahren hält sich hartnäckig das Gerücht, Apfelessig sei einer der besten Abnehmhelfer und würde die Gewichtsabnahme erheblich fördern. 

Es existiert sogar eine Apfelessig-Diät.

Hier wird vor jeder Mahlzeit ein Glas Wasser mit einem Schuss Apfelessig getrunken, was den Stoffwechsel anregen soll. Wer diesen Effekt noch weiter verstärken möchte, gibt auch dem Essen Apfelessig hinzu. 

So schön diese Theorie auch klingt, wissenschaftlich lassen sich hierzu keine wirklich stichhaltigen Belege finden. Nur vereinzelt haben Studien einen Effekt nachgewiesen, der grundsätzlich die Wirkung des Apfelessigs bestätigt. Untersuchungen mit menschlichen Probanden über einen längeren Zeitraum gibt es jedoch nicht.

Verbraucherzentrale

Es lassen sich keine aussagekräftigen Studien zu Apfelessig und eine Förderung der Gewichtsabnahme treffen.

Link zur Quelle, abgerufen am 31.01.2021 

Untersuchung der Harvard Medical School

Wenn Sie versuchen, Gewicht zu verlieren, reicht das Hinzufügen von Apfelessig zu Ihrer Ernährung wahrscheinlich nicht aus.

Link zur Quelle, abgerufen am 31.01.2021

Wer sich zuckerfrei ernährt kann nicht zunehmen

Zucker, insbesondere in Form von Süßigkeiten, wird häufig als der „Todfeind“ des Abnehmens stigmatisiert. Daraus ergab sich der Mythos:

Wer auch Zucker verzichtet, der nimmt automatisch ab. 

Stimmt das? 

Definitiv nicht!

Das liegt zum einen an der Tatsache, dass eine komplett zuckerfreie Ernährung überhaupt nicht möglich ist. Denn unser Körper ist in der Lage, selbst Zucker herzustellen. Das tut er dann, wenn du stärkehaltige Lebensmittel wie Kartoffeln, Getreide oder Brot zu dir nimmst.

Dieser Zucker ist auch gar nicht schlecht, sondern sogar extrem wichtig für deinen Körper: Er dient zum Beispiel als Energielieferant für dein Gehirn. Außerdem wird Zucker in geringer Menge in der Leber gespeichert und bei kurzfristigen Anstrengungen zur Verfügung gestellt.

Die Finger lassen solltest du hingegen von industriell raffinierten Zucker, wie er zum Beispiel in Schokolade enthalten ist. Hier ist die Zuckerdosis so hoch, dass dein Körper diese nicht wirklich verarbeiten kann. Die Folge sind Heißhungerattacken, die früher oder später zur Gewichtszunahme führen. 

Fakt ist aber: Eine zuckerfreie Ernährung allein führt nicht zwangsläufig auch zu einem schlanken Körper. Dieser Mythos ist Quatsch!

Zuckerfreie Getränke helfen nicht beim Abnehmen, abgerufen am 31.01.2021

Studienübersicht

Die Anzahl der Studien ist gering und allgemeine Schlussfolgerungen, insbesondere auf lange Sicht, können nicht gezogen werden. Eine begrenzte Anzahl relativ kurzfristiger Studien legt nahe, dass das Ersetzen von (zugesetztem) Zucker durch energiearme Süßstoffe oder durch komplexe Kohlenhydrate in einer Ad-libitum-Diät zu einer geringeren Energieaufnahme und einem verringerten Körpergewicht führen kann. Auf lange Sicht könnte dies für die Gewichtserhaltung von Vorteil sein. Die Anzahl der Studien ist jedoch gering und allgemeine Schlussfolgerungen, insbesondere auf lange Sicht, können nicht gezogen werden.

Link zur Quelle, abgerufen am 31.01.2021

Durch Heilfasten nimmt man ab

Fasten wird immer populärer – auch als Abnehm-Methode. 

Neben dem intermittierenden Fasten (16 Stunden Essen, 8 Stunden Verzicht) ist vor allem das Heilfasten sehr beliebt, das einen tagelangen Verzicht der Nahrungsaufnahme erfordert. Meist wird „normales Essen“ durch Tee und Gemüsebrühe ersetzt. 

Kurzum: Ja, durch Heilfasten wirst du abnehmen. Das ist logisch, schließlich führst du deinem Körper nahezu keine Kalorien zu und dieser wird dazu gezwungen, Reserven anzugreifen um zu überleben. 

Während es lange Zeit überhaupt keine Studien zu diesem Mythos gab, gibt es nun erste Erkenntnisse darüber, dass der positive Effekt von Heilfasten auch wissenschaftlich belegbar ist. 

Dennoch gilt hier Vorsicht: Durch striktes Fasten über einen längeren Zeitraum drosselt der Körper automatisch seinen Energiebedarf. Wenn du also nach dem Fasten schlagartig damit beginnst, wieder normal zu essen, wirst du sehr rasch wieder zunehmen – Stichwort: Jojo-Effekt. 

Du solltest dir außerdem im Klaren darüber sein, dass Abnehmen durch Fasten mit einem sehr hohen Preis bezahlt werden muss: Mit einem dauerhaften Hungergefühl. Heilfasten ist somit auch eine erhebliche Belastung für deine Psyche und definitiv nicht für jeden geeignet. 

Erste Studienergebnisse geben positives Feedback

Die langfristigen Auswirkungen einer chronischen Lebensmittelbeschränkung beim Menschen sind noch nicht klar, können jedoch eine potenziell interessante zukünftige Ernährungsstrategie für die Langlebigkeit sein, insbesondere angesichts der übergewichtigen Epidemie. Ein Ansatz passt nicht für alle, um eine Kontrolle des Körpergewichts zu erreichen, aber dies könnte eine Ernährungsstrategie sein, die in Betracht gezogen werden muss. Mit der Adipositas-Epidemie geht die Suche nach Ernährungsstrategien einher, um (i) Gewichtszunahme zu verhindern, (ii) Gewichtsverlust zu fördern und (iii) Gewichtszunahme zu verhindern.

Link zur Quelle, abgerufen am 31.01.2021

Gefahr: Jojo-Effekt beim Fasten wissenschaftlich bewiesen

Die Wiedererlangung des ursprünglichen Gewichts trat bei 50% innerhalb von zwei bis drei Jahren auf, und nur sieben Patienten blieben bei ihrem reduzierten Gewicht. Bei Fettleibigkeit im Kindesalter trat häufiger eine Gewichtszunahme als das ursprüngliche Gewicht auf.

Link zur Quelle, abgerufen am 31.01.2021

Mit Diätpillen nimmst du garantiert ab

Die magische Pille, die dein Übergewicht wie von Geisterhand verschwinden lässt.

Eine Vorstellung, die beinahe zu schön klingt, um wahr zu sein. Auch wenn es mit Sicherheit etwas überspitzt formuliert ist, transportieren genau diese Vorstellung Hersteller von Diät-Pillen, die du heute in breiter Vielfalt erwerben kannst. 

Aber: Diese Diätpillen machen auf keinen Fall für sich allein dauerhaft schlank und können deinem Körper sogar gefährlich werden. Diät-Pillen solltest du (wenn überhaupt) nur in Verbindung mit einem vollwertigen Ernährungsplan und unter ärztlicher Anleitung einnehmen. 

Wir raten generell von diesen Pillen ab.

Zahlreiche Diät-Pillen mussten in der Vergangenheit vom Markt genommen werden, weil Sie unterschiedliche Nebenwirkungen verursacht haben. Das gilt insbesondere für im Internet verkäufliche Produkte, die häufig gefährliche Stoffe in undeklarierter Menge enthalten.

Eine Frage bleibt im Raum…

Auf der Suche nach Studien lassen sich durchaus welche finden, die Diätpillen als wirkungsvoll klassifizieren. Bei einem genaueren Blick stellt man jedoch fest, dass diese Studien nicht selten vom Pillen-Hersteller selbst in Auftrag gegeben wurden. 

Wir bleiben bei unserer Meinung: GesundePfunde steht für eine nachhaltige und gesunde Gewichtsabnahme ohne die Einnahme von pharmazeutischen Helferlein. Einzig Abnehmshakes sind unter bestimmten Voraussetzungen hilfreich – jedoch ebenfalls ausschließlich in Kombination mit einer vollwertigen Ernährung.     

Verbraucherzentrale Hamburg rät dringend ab

Teils bizarre Inhaltsstoffe versprechen über krude Wege geringeres Gewicht – die Verbraucherzentrale rät von den meisten Produkten dringend ab.

Link zur Quelle, abgerufen am 31.01.2021

Gefährlicher Stoff Sibutramin in Diätpillen

Link zur Quelle, abgerufen am 31.01.2021

Ein niedriger glykämischer Index führt automatisch zur Gewichtsabnahme

Der glykämische Index in einem Lebensmittel gibt an, wie stark der Blutzuckerspiegel nach dessen Verzehr ansteigt (mehr zu diesem Thema findest du hier). Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index (z.B. Weißbrot) sorgen also für Blutzuckerspitzen und einen entsprechend schnellen Blutzuckerabfall, was in Heißhungerattacken münden kann.

Sind Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Index also automatisch die, die beim Abnehmen helfen? Könnte man meinen. Schließlich gibt es sogar eine eigene Diät-Form, die auf dieser Annahme beruht: die „Glyx-Diät“.

Eine abschließende Antwort lässt sich auf diese Frage anhand der aktuellen Studienlage leider nicht finden, da sehr unterschiedliche Ergebnisse vorliegen. 

Fakt ist allerdings, dass der Blutzuckerspiegel eines jeden Menschen anders auf Nahrungsaufnahme reagiert. Somit ist der glykämische Index als reine Messgröße nicht eindeutig zielführend.

Allerdings ist es nicht zu leugnen, dass einige renommierte Studien zu dem Ergebnis kamen, dass die Glyx-Diät tatsächlich zu einem deutlichen Gewichtsverlust führt. Insbesondere für Menschen, die unter Diabetes Typ 2 oder einer gestörten Glucosetoleranz leiden, sollten sich diese Ernährungsform genauer anschauen und mit einem Arzt besprechen.

Wer sich eiweißreich ernährt, nimmt ab

Eiweiß (Protein) ist gewissermaßen der „Baumeister“ deines Körpers. Es sorgen für Wachstum und erhält Muskelmasse. Aber hilft es dir auch beim Abnehmen?

Wachstum und Gewichtsabnahme – eigentlich ein Widerspruch, oder? 

Nein. Eiweiß kann dich tatsächlich dabei unterstützen, Gewicht zu verlieren. Nicht jedoch, indem es die Fettverbrennung ankurbeln oder den Stoffwechsel beschleunigen. Mehr auf eine indirekte Weise: Eiweiß wirkt vielmehr wie ein natürlicher Appetitzügler und macht schneller satt als beispielsweise Kohlenhydrate. Außerdem hält das Sättigungsgefühl deutlich länger an. 

Zusätzlich liefert Eiweiß wichtige Aminosäuren für deinen Körper.

Durch eine erhöhte Eiweißaufnahme kannst du also unter Umständen Hungerattacken vorbeugen und isst langfristig weniger. 

Die Medaille hat jedoch auch eine Kehrseite. 

Du solltest auf keinen Fall zu viel Eiweiß zu dir nehmen!

Eine erhöhte Eiweißaufnahme würde deine Nieren überlasten, da die Abbauprodukte der Verstoffwechselung von diesem Eiweiß über die Nieren ausgeschieden werden. Außerdem haben verschiedene Studien gezeigt, dass zum Beispiel das Risiko einer Herzinsuffizienz oder das Krebsrisiko steigen.  

Wie immer gilt: Die Mischung macht’s. 

Sorge für ausreichend Eiweiß, allerdings kombiniert mit anderen gesunden Zutaten. 

Die besten Eiweißquellen sind übrigens:

  • Meeresfrüchte
  • Hähnchen
  • Hüttenkäse
  • Linsen
  • Sojabohnen

👍 Diese Quellen stimmen zu

Studie: Eiweiß reduziert Hunger, nicht jedoch die Nahrungsaufnahme

Obwohl sich die Appetitkontrolle, das Sättigungsgefühl und das Verlangen nach Nahrung nach einer HP-Diät mit Energieeinschränkung verbesserten, reduzierte ein erhöhter Proteinkonsum die Kohlenhydrat- und Fettaufnahme während des frei lebenden Testtages bei übergewichtigen gesunden Frauen, die sehr schmackhaften Lebensmitteln ausgesetzt waren, nicht

Link zur Quelle, abgerufen am 31.01.2021

👎 Diese Quellen warnen

Studie: Zu viel Protein erhöht das HF-Risiko

Bei Männern mittleren Alters war eine höhere Proteinaufnahme geringfügig mit einem erhöhten HF-Risiko verbunden.

Link zur Quelle, abgerufen am 31.01.2021

Trennkost macht schlank

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hat der Ernährungswissenschaftler Howard Hay die Trennkosten “entdeckt”. Seine These:

Der menschliche Körper kann Eiweiß und Kohlenhydrate nicht gleichzeitig verdauen – beide Stoffe gleichzeitig übersäuern den Körper. Diese überschüssige Säure führt zu Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes. 

Abgeleitet daraus empfahl Hay, Eiweiß und Kohlenhydrate mit einigen Stunden Abstand zu konsumieren, um Gewicht zu reduzieren bzw. eine Gewichtszunahme erst gar nicht entstehen zu lassen.

Kurz und knapp: Es gibt heute KEINEN fundierten wissenschaftlichen Beweis dieser These. Ganz im Gegenteil, die Liste der Trennkost-Kritiker wächst immer wieder an.

Die Kritik beruht vor allem auf zwei heute bekannten Fakten:

  1. Es gibt nahezu kein Lebensmittel, das nur Eiweiß bzw. nur Kohlenhydrate enthält. Vielmehr kommen in den meisten Lebensmitteln beide Stoffe vor. Sogar die Muttermilch enthält beides. Und warum sollte die Natur uns etwas an die Hand geben, das uns schadet?
  2. Kohlenhydrate und Eiweiß werden in unterschiedlichen Darmregionen verdaut, weshalb sich beide Stoffe bei der Verdauung nicht im Weg stehen

Kalorie ist gleich Kalorie wenn ich abnehmen möchte

Wenn du abnehmen möchtest, dann ist Kalorienzählen ein probates Mittel.

Da Frage die sich hierbei jedoch stellt: Ist Kalorie gleich Kalorie? Also sind 100 kcal in Form eines Schokoriegels gleichbedeutend mit 100 kcal aus einem Apfel?

Betrachtet man rein den Brennwert, dann muss die Frage mit „Ja“ beantwortet werden, denn 100 kcal sind eben 100 kcal.

Der große Unterschied liegt jedoch in der Wirkung der Kalorie abhängig vom Lebensmittel. Gerade, wenn du abnehmen möchtest, solltest du dich nicht nur auf den Brennwert, sondern auch auf die Kalorienquelle konzentrieren. 

Entscheidend bei den meisten Lebensmitteln ist nämlich das, was drinsteckt. Wenn du dich ausschließlich auf das Kalorienzählen fokussierst, dann läufst du Gefahr, ungesunde Lebensmittel zu konsumieren, die dich nicht sattmachen.

Die Tatsache, dass unterschiedliche Nährstoffe verschiedene Stoffwechselvorgänge in Gang setzen, musst du unbedingt berücksichtigen. Das heißt: 100 kcal aus raffinierter Nahrung haben einen anderen Einfluss auf deinen Körper als 100 kcal aus naturbelassener Nahrung – das haben Studien eindeutig belegt. 

Ein einfaches plastisches Beispiel: Vergleichen wir 100 kcal aus einem Schokoriegel und 100 kcal aus Vollkornnudeln.

Auf dem Papier besitzen beide den identischen Brennwert. Es ist allerdings so, dass Vollkornnudeln komplexe Kohlenhydrate enthalten, die deutlich langsamer aufgespalten werden als die einfachen Kohlenhydrate im Schokoriegel. Somit bleibt bei den Nudeln dein Blutzuckerspiegel länger konstant, was ein länger andauerndes Sättigungsgefühl zur Folge hat. Bei der Schokolade hingegen werden die Kohlenhydrate schnell abgebaut, was einen erhöhten Insulinspiegel im Blut verursacht – du hast schnell wieder Hunger.

Wenn du abnehmen möchtest, ist Kalorie also nicht gleich Kalorie. Sich lediglich auf ein Kaloriendefizit zu konzentrieren wird also nicht zielführend sein.

Im Alter nehme ich automatisch zu

Jedes Jahr ein Kilo mehr.

So die These im Volksmund, die sich (zugegeben) nicht von der Hand weisen lässt. Im Alter nehmen Menschen automatisch zu. Ein Geschlecht sogar noch mehr als das andere. Aber eines nach dem anderen…

Ja, im Alter nimmt man automatisch zu.

Meist ist dieser Effekt ab ca. dem 40. Lebensjahr zu beobachten. Hier stellt sich der Organismus von „Wachstum“ um auf „Erhalt“. So wird unter anderem der Stoffwechsel um gut 15 Prozent gedrosselt, was einen sinkenden Energieverbrauch zur Folge hat. 

Wer in diesem Stadium nichts an seinem Bewegungsverhalten ändert, der kann sich ungefähr ausmalen, was im Körper passiert.

Es kommt jedoch noch schlimmer: Insbesondere die Damenwelt leidet unter dem Phänomen, im Alter automatisch an Gewicht zuzunehmen. Der Grund ist, dass der Östrogenspiegel immer weiter sinkt, was Fetteinlagerungen am Bauch begünstigt. Auch Männer kommen jedoch nicht gut weg, denn bei ihnen ist ein Rückgang des Testosteronspiegels zu beobachten, der eine schwindende Muskulatur zur Folge haben kann.  

Die genannten Phänomene, in Verbindung mit einer falschen Ernährung und mangelnden Bewegung sind schlussendlich dafür verantwortlich, dass du im Alter zunehmen wirst. 

Aktiv gegensteuern ist also angesagt – so kannst du diesen Effekt auch vermeiden!

👍 Diese Quellen stimmen zu

Studie: Fettlipidumsatz sinkt im Alter

Die Lipidentfernungsrate nimmt während des Alterns ab, wobei die Rate der Lipidaufnahme nicht wechselseitig angepasst werden kann, was zu einer Gewichtszunahme führt.

Link zur Quelle, abgerufen am 31.01.2021

👎 Diese Quellen widersprechen

Wir konnten keine Quellen finden, die hier widersprechen.

Abschließende Hinweise

Wow! 

Was anfangs als kurz und knapper, übersichtlicher Artikel zu häufigen Diätlügen und gedacht war, ist der umfangreichste Artikel geworden, den wir je verfasst haben. 

Dabei hat sich die Recherchearbeit häufig als deutlich schwieriger herausgestellt, als wir das erwartet haben. Das größte Problem war es, dass zu jedem Mythos viele unterschiedliche Studien und Quellen vorhanden waren, die zu komplett unterschiedlichen Ergebnissen kamen. 

Wir haben uns daher für die Quellen entschieden, die wir als besonderes seriös erachtet haben. Das sind meist aktuelle Studien (2010 und aktueller) oder wirkliche Spezialisten. 

An dieser Stelle ist und wichtig zu verdeutlichen, dass es bei einigen Ernährungsmythen nicht die eine richtige Meinung gibt, sondern viele richtige Meinungen. Das liegt an der Tatsache, dass jeder Organismus und jeder Mensch unterschiedlich ist und einen anderen Stoffwechsel hat. Bei Mythen, bei denen das der Fall war, haben wir bewusst in den Quellenangaben mehrere Sichtweisen berücksichtigt. 

Solltest du Fragen, Anregungen oder Kritik äußern wollen, würden wir uns sehr darüber freuen. Ab damit in die Kommentare!

Schreibe einen Kommentar

Gratis Online-Workshop 😍

Abnehmen ist eine qual und ein täglicher motivationskampf mit dir selbst?

Falsch! In einem einzigartigen Workshop verrät dir die erfahrene Trainerin Lina (M.Sc.) bewährte Methoden und Tricks, die dich endlich zu deinem Traumgewicht führen.

Workshop Mockup
Endlich: Abnehmen mit Plan und Freude!

Der bewährte Profi-Abnehmplan, den unsere Ernährungsberater für dich entwickelt haben, ist für kurze Zeit gratis erhältlich! Die glasklare Anleitung, um ohne Heißhunger oder Jojo-Effekt endlich dein Wunschgewicht zu erreichen! Ein Must-have!

Garantiert sofort umsetzbar!