5 Ernährungsrichtlinien, an denen ich mich orientiere

Ich mag die Dinge einfach, nicht kompliziert, simpel. Ich will mich im Bezug auf die Ernährung nicht an feste Regeln binden, sondern mich an Richtlinien orientieren. Das ist aus meiner Sicht der beste Weg, mich langfristig gesund zu ernähren und mein Gewicht stabil zu halten.

Diese 5 Ernährungsgewohnheiten möchte ich heute mit dir teilen:

1. Ich folge keiner Diät

Ich mache kein Low Carb, Low Fat oder irgendeine andere Diät. Warum sollte ich?

Wie kann eine bestimmte Diät mit festen Regeln alles für mich Wichtige berücksichtigen? Warum soll ich einer Diät folgen, bei der ein Teil von mir auf der Strecke bleibt?

Jeder Mensch ist ein bisschen anders und sollte seine für ihn passende Ernährung finden, mit der er dauerhaft gut zurechtkommt. Für manche bedeutet das mehr Fett, für andere mehr Kohlenhydrate. Andere möchten sich komplett vegan oder vegetarisch ernähren. Jeder so, wie er es mag und es ihm gut tut.

2. Nichts ist verboten

Ich lebe nur einmal und möchte mein Leben genießen. Ich esse daher, was mir schmeckt.

Ich verbiete mir bei der Ernährung rein gar nichts. Wenn ich wirklich Lust auf etwas habe, dann esse ich es auch. Verbote würden sowieso früher oder später zu Heißhungerattacken führen. Gleichzeitig achte ich aber darauf, dass das Verhältnis zwischen natürlichen und unnatürlichen Lebensmitteln passt (siehe Punkt 3).

Auch wenn nichts verboten ist, so verzichte ich freiwillig, ohne jegliche Gelüste, auf bestimmte Lebensmittel. Ich trinke z.B. seit Jahren keine Cola oder Alkohol mehr und verzichte zudem auf Cornflakes.

3. 80 % gesund, 20 % Freiheit

Es gibt keine perfekte Ernährung. Deshalb versuche ich gar nicht erst, mich zu 100 % gesund zu ernähren, sondern lasse mir einen Spielraum für „ungesunde“ Lebensmittel.

Zu ca. 80% esse ich natürliche Lebensmittel, die nicht oder nur sehr wenig verarbeitet wurden. Dadurch stelle ich sicher, dass mein Körper alle wichtigen Nährstoffe bekommt.

Den Rest entscheide ich frei. Es gibt Wochen, in denen esse ich fast zu 100 % nur natürlich und Wochen, in denen ich mir z.B. Vollmilchschokolade, Tiefkühlpizza und Kartoffelchips gönne. Solange ich größtenteils natürlich esse, ist es absolut in Ordnung, wenn ich solche Lebensmittel in Maßen genieße.

4. Ich höre auf meinen Körper

Mutter Natur ist sehr sehr clever.

  • Wenn ich Durst habe, trinke ich Wasser.
  • Wenn ich Hunger habe, dann esse ich etwas.
  • Wenn ich satt bin, höre ich auf.
  • Wenn ich etwas nicht vertrage, probiere ich es eventuell noch ein 2. Mal und lasse es sonst weg.
  • Wenn ich etwas esse, was mir schmeckt und mich gut fühlen lässt, dann esse ich es öfter.
  • Wenn ich etwas esse, was mir nicht gut tut, z.B. stark zuckerhaltiges Essen, was mich müde macht, dann reduziere ich es.
  • Wenn ich immer das Gleiche esse, vergeht mir der Appetit und ich esse etwas anderes. So verhindere ich Mangelernährung.

Auf meinen Körper zu hören hilft mir, Extreme zu vermeiden und größtenteils im Gleichgewicht zu sein.

5. Ich mache mich nicht verrückt

Ich bekomme viele Kommentare und Mails von Übergewichtigen, die mittlerweile ein gestörtes Verhältnis zum Essen haben. Den ganzen Tag machen sie sich Gedanken über das Essen und wie es ihr Gewicht beeinflusst. Sobald sie einmal sündigen, fühlen sie sich schlecht und lassen dann die nächste Mahlzeit aus. Jeder Bissen wird so über die Zeit eher zur Qual als zum Genuss.

Mir ist wichtig, dass ich immer über der Ernährung stehe und mir nicht andersherum von der Ernährung mein Leben diktieren lasse. Die Ernährung soll meine Lebensqualität erhöhen und nicht senken.

Ich werde nie alles richtig machen. Ich durchlebe Phasen, wie jeder andere auch, in denen ich mich nicht an die ersten 4 Punkte halte. Mal esse ich doch zu viel, zu süß, zu salzig oder zu fettig. Mal trinke ich nicht genug und bekomme leichte Kopfschmerzen. Das ist in Ordnung. Sobald ich meinen Fehler realisiere, verzeihe ich mir, versuche ein bisschen daraus zu lernen und hake es ab. Es gibt keinen Grund, mir länger darüber einen Kopf zu machen.

Ich lebe mich weiter aus, wie ich es möchte, und ernähre mich dabei so wie es mir passt.


Hast du Fragen zu diesem Artikel oder brauchst Hilfe beim Abnehmen? Dann benutze bitte das Kontaktformular und schildere dein Problem so genau wie möglich. Ich kann leider nicht versprechen, dass ich auf jede E-Mail antworte. Ich werde aber so oft es geht deine Fragen aufgreifen, um einen Artikel zu schreiben, der dir und vielen anderen Übergewichtigen mit ähnlichen Problemen hilft. Vielen Dank.

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2 Kommentare

  1. Hallo, ich bin 34 Jahre alt, 155 cm groß und wieder 80,2. es kann sein das es schon weniger ist, da ich mir vorgenommen habe mich erst wieder in 3 Wochen auf die Waage zu stellen. Mich würde gerne auf 58 Kilo kommen( sag ich jetzt). Ich schau mal wo ich mich wohl fühle. Mit welcher Zeitspanne sollte ich rechnen wenn ich gesund abnehmen will?

    • Hallo Amarilles,

      im Schnitt ca. 0,5 kg pro Woche. Am Anfang wirst du eher ein bisschen mehr abnehmen, da du noch leichter ein größeres Kaloriendefizit erreichst. Je mehr du dich aber deinem Wunschgewicht näherst, desto kleiner wird dein Defizit, so dass du dann langsamer abnimmst. Bei vielen Abnehmwilligen ist es so, dass sie mal mehr und mal weniger abnehmen. Ärgere dich also nicht, wenn mal für 1 oder 2 Wochen dein Gewicht stehen bleibt. Das ist normal. Bleib dann am Ball und kontrolliere, dass du immer noch ein gesundes Kaloriendefizit erreichst. Gerade kurzfristige Wassereinlagerungen können für Gewichtsschwankungen von 1 bis 3 kg sorgen.

      Viele Grüße und alles Gute
      Nico